Sonntag, 30. März 2008

Für mehr Hintergrundmusik im Leben

Man stelle sich einmal vor das ganze Leben würde von Musik begleitet. Wie in Filmen... in jeder Lebenslage die passende Begleitung. Wie das wohl wäre, das frag ich mich manchmal.

Gut, oft hab ich das auch schon so... nur ohne dass ich das unbedingt will. Höre ich zum Beispiel genauer hin erklingt dann und wann das Musikantenstadl. Nur trötet das nicht aus meinem Kopf heraus sondern aus dem Radio einer Nachbarin...
Und wenn man nicht gänzlich taub ist, hämmert abends sogar manchmal ein Autobass durch meine Gehörgänge. Das sind dann diese Momente wo ich die Hintergrundmusik im Alltag überdenke. Denn wenn ich dafür bin, und ich bin ja für Gleichberechtigung, will ich denn auch wirklich
von jedem die Musik hören?

Will ich von der Omi vor mir an der Supermarktkasse die Kastelruther Spatzen trällern hören?
Will ich die Schreie von Tokio Hotel hören wenn ich im Schwimmbad bin? Zwar haben so die Bademeister mehr zu tun aber ...
Will ich die neusten Hits und Lieblingslieder meiner Schulkinder den kompletten Vormittag hören, deren Bandbreite von DSDS-Leutchens über Eminem bis hin zu Schni Schna Schnappi reicht? Zumindest müsste man sich dann keine Gedanken über den Musikunterricht machen.

Eine lustige Mischung und bunte Vielfalt... so wirds wenigstens nicht langweilig mag da einer sagen. Naja, sage ich.
Also wenn HIntergrundmusik, dann bitte nur meine eigene und nur für mich. Handhabe ich meinen inneren CD-Player dann allerdings wie ich es auch "in echt" mache, könnte ich schnell verdrehte Augen bekommen... einmal ein Lieblingslied gefunden dudelt es rauf und runter. Ist man da überhaupt noch zurechnungsfähig geschweige denn in der Lage zu kommunizieren?
Obwohl die lustigen Menschen in den Filmen auch nicht viel sprechen wenn Musik läuft.
Das ist dann aber oft auch der Abspann und das ist für das richtige Leben ja schon überdenkenswert...

Tja, ist doch alles verfahrener als gedacht. Mal abgesehen davon dass die (technische) Umsetzung eine größere Herausforderung sein dürfte. Wie stelle ich mir das denn vor? Hat jeder einen Ghettoblaster auf dem Kopf und per Fernbedienung läuft dann bei guter Laune REM oder in traurigen Lagen Bitter Sweet Sinfonie? Huh...

Also doch keine Hintergrundmusik? Lieber selbst Musik machen? Die Musikschulen würden sich freuen.... Dieter B. in manchen Fällen wohl eher nicht.

Trotzdem, ich bin für mehr Musik im Leben, auch wenn bei mir ja doch den halben Tag der gleiche Kram läuft... ein Lob auf meine Mitmenschen... :-)



Kommentare:

anja hat gesagt…

Wenn man mal an diese ganzen Handy-Musik-Kids denkt, wär mir glaub ich etwas weniger Musik im Leben lieber ;)
Und es gäb ja immer noch die Möglichkeit, selbst zu singen, Musik zu machen oder einfach auf den CD-Radio-Play-Knopf zu drücken, wenn so etwas gerade in der Nähe ist! Nur leider ist oft genug der Aus-Knopf nicht erreichbar, und man wird ständig unfreiwillig bedudelt...

tine hat gesagt…

wenn ich heute einen Soundtrack gehabt hätte...meine Güte... die Musik wäre sehr düster gewesen... und laut!