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Freitag, 4. April 2014

Woche(zu)nEnde

Eine Arbeitswoche ist beendet. Eine Woche in der viel los war. Zu meinen absoluten Highlights zählt selbstredend die Musikarbeit. Wäre es nach mir gegangen hätte ich absolut bis überhaupt nichts an der Notengebung geändert... Aber es ging nicht nach mir, denn in meinem neuen Bundesland gibts nettere Noten als in meinem alten. Halbe Noten. Ja. Halbe! Auch viertel Noten sind da drin. Dieses, ebenso wie mein entsprechender Gesichtsausdruck, dazu war mir neu. An allen bisherigen Schulen gab es eine 1, eine 2, eine 3, eine 4, eine 5 und eine 6. Hier und da noch mal ein + oder - dazu. Punkt. Feierabend. "Das ist ja gemein. So streng muss man doch nicht sein," äußerte sich dazu eine Kollegin, denn hier wird das bekannte Notenspektrum erweitert. Hier kann man auch eine 1-2, 2-3, 3-4 und 5-6 bekommen. Sogar im Zeugnis. Auf meine Frage wo ich denn dann eine 2-3 im Notenspiegel zuordnen solle wurde ich verdutzt angeschaut. Nirgendwo, denn den gäbe es halt einfach nicht...
Oh bitte, was soll denn dieser Wischiwaschi-Kram? Und das in einem der Top-Bundesländer im Bildungsvergleich? Deshalb vielleicht?
Was hieß das nun für meine Musikarbeit? Wieder einsammeln, Elternbrief verfassen und rausgeben, Noten neu machen, Arbeit wieder rausgeben. So ein Theater. "Musst halt einfach mehr Augen zudrücken und freundliche Noten geben. Dann sind alle zufrieden. Schüler und Eltern," sagte man mir. Ich sagte dazu nichts. Was bleibt mir auch anderes übrig. Wäre ein Kampf gegen Windmühlen.

Ein anderes Highlight war Missys Magen und Darm Grippe. Gepaart mit der "normalen" Grippe des Informatikers. Kindergartenkeime sind schon so eine Sache. Nach knapp vier Wochen KiGa haben wir hier schon so Einiges vorzuweisen. Immerhin bescherte mir das aber jeden Mittag ein fertiges Essen auf dem Tisch...

Was war sonst noch so? Ich habe den Balkon aufgehübscht. Blümchen gekauft, eingetopft und freue mich jeden Tag darüber. Außerdem bin ich seit gestern Abend fertig mit einer meiner Lieblingsserien. Ein bisschen traurig ist das schon, da sie mich seit Jahren "begleitet" hat. Und jetzt ists zu Ende. Das trübte den heutigen Morgen etwas - neben dem Sahara-Staub.

Schönes Wochenende!

Samstag, 4. Januar 2014

Auf ein Neues

Den Jahreswechsel habe ich angenehm und amüsiert mit lieben Menschen verbracht. Unsere Mini-Mädchen haben den Knall verschlafen, sehr zur gemeinsamen elterlichen Freude. Ganz gediegen haben wir Raclette gemacht, gelacht, Spiele gespielt, angestoßen und weiter gelacht. Ein wirklich schöner Abend. Danke an dieser Stelle! Die Muffins waren sehr lecker und hätte ich mir mal Mühe gegeben hätte ich unter Garantie beim Kniffel gewonnen! "Huch", denkt sich jetzt vielleicht Mancher, "so was aus ihrem Mund?" Ja, genau so etwas aus meinem Mund, denn wenn ich eins mittlerweile immer mehr weiß ist, dass ich mich zu sehr in meinen eigenen Schatten stelle. Ich könnte jetzt fleißig Vorsätze aufzählen mit denen ich genau das ändern will, das passt aber nicht mehr zu mir. Hat es vor einiger Zeit sicherlich, denn ich kann ein regelrechter Meister im "Große Worte-schwingen" sein. Manch ein mir naher Mensch kann davon das ein oder andere Liedchen singen. Also was tun? Der Schatten und ich laufen unbewusst schon eine ganze Weile mehr nebeneinander als voreinander her. Wie mir das bewusst wurde? In Situationen in denen ich anders als gewohnt reagiere, anders fühle und denke, anders spreche und anders schreibe. Der Auslöser? Darüber habe ich lange nachgedacht, denn ich habe in der letzten Zeit keine Welt gerettet, engagiere mich nicht außergewöhnlich, lese keine besonders tiefgründigen Bücher, nähe die Kleindung für Missy nicht selbst, nähe für mich nichts selbst, gehe in keinen Debattierclub und sitze abends immer noch am liebsten auf der Couch mit dem Laptop auf dem Schoß. Was war es dann?
Die Zeit, wahrscheinlich auch das Leben, andere Menschen und mein Alter. Ich habe so manche, hauptsächlich meine eigenen Angewohnheiten, einfach nur noch satt. Immer das gleiche Chaos was manche chaotischen Gedankenspiele auslöst... irgendwann fühlt man sich zu alt für diesen Quatsch. Deshalb bin ich offiziell aus meinem Schatten getreten und jetzt bin ich diejenige die die Richtung vorgibt. So soll es wohl auch sein wenn man definitiv erwachsen ist.

Ich wünsche euch Allen ein schönes, neues und anderes 2014...

Dienstag, 31. Dezember 2013

Rückblickslos

Das Jahr geht zu Ende und die Jahresrückblicke rennen mir quasi sämtliche Bildschirme ein. Überall lese und höre ich was das Jahr 2013 brachte, was toll war und was weniger toll. Und du denkst: Wow und ich war auch dabei. Na spitze. Ich hab es ja nicht so mit den Rückblicken. Zumindest was die am Ende des Jahres betrifft. Irgendwie lässt mich so was immer ziemlich zerknautscht aussehen. Man überlegt was man eigentlich alles für einen Mist gemacht hat, was man hätte anders machen sollen/wollen/können und was man gerne rückgängig machen würde. Kurzum: Ich komme vor mir selbst in meinen eigenen Rückblicken meist schlecht weg. Natürlich könnte ich trotz allem diesen Post mit erfreulichen und positiven Ereignissen von mir füllen, aber darum soll es hier und jetzt nicht gehen. Hier soll es jetzt mal um andere gehen, denen ich letztere Ereignisse zu verdanken habe... Im TV gibt es doch immer ganz besonders tolle Rückblick-Sendungen, nämlich die in deren Vordergrund die wichtigsten Personen des Jahres gewürdigt werden. Hier also meine eigene "Best of my year- Menschen Sendung" (ohne Werbung):

  • Meine Missy und meinen Informatiker, weil sie meine kleine Familie sind, ich sie beide liebe und sie mich beide auf ihre eigene Art und Weise zu Höchstleitungen bringen können.
  • Meine Freundinnen, weil ich sie so gern habe und sie mir den Karlsruhe-Einstieg leichter machen.
  • Meinen liebsten Freund aus Berlin, weil er immer ein offenes Ohr hat und so lustig ist.
  • Meine Familie, weil sie die Familie ist.
  • Meine Marburger Freunde, weil sie immer noch an mich denken.
  • Meine Blog Leser, weil sie mich anspornen zu schreiben.
  • Meine Schüler, weil ich mit jedem Schultag mehr weiß dass ich genau das sehr gerne mache.

DANKE euch allen! Ich wünsche einen guten Start in das neue Jahr!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Heim

Morgen fahren der Informatiker, Missy und ich über das Wochenende nach Marburg. Das letzte Mal war ich im Sommer dort. Allerdings nur für einen Nachmittag um meine (und Missys) Mädels zu treffen. War mehr oder weniger eine recht chaotische Angelegenheit, was vielleicht auch ein wenig an der extremen Hitze lag.
Das nächste Mal, so schwor ich mir damals, wird anders angegangen. Und zumindest die Temperaturen werden uns dieses Mal nicht ausbremsen. Wir haben sogar eine - so hoffe ich - nette Unterkunft, nämlich ein kleines Häuschen im ehemaligen Wohnörtchen. "Das ist doch mal ein Gag", meinte der Informatiker aber ich sehe das Ganze ein wenig skeptischer. Nicht wegen des Häuschens oder dem Ort, herjeh nein. Ich freue mich auch wie ein kleines Kind auf unseren Kurzurlaub, darauf dass wir liebe Freunde treffen, durch die Stadt schlendern und in Erinnerungen schwelgen werden. Leider ahne ich jetzt schon dass mir genau DAS zum Verhängnis werden kann. Mir wird teilweise bewusst, teilweise unbewusst vor Augen geführt werden welches Leben ich früher hatte. Welche Freunde und Angewohnheiten ich zurückgelassen habe. Marburg war nicht nur ein Lebensabschnitt, es war irgendwie mein Leben. Ich habe dort bzw. in der Nachbarstadt studiert, mein Referendariat gemacht, meine erste Wohnung gehabt, gearbeitet, gelitten, gelacht, geweint, große und manchmal auch tragische Freundschaften gehabt, geheiratet, mein Kind bekommen. Gelebt eben. Natürlich betone ich auch immer wieder, dass ein Aufbruch und Neuanfang sein musste, dass es mir gut getan hat. Wahrscheinlich würde ich auch nicht mehr zurück gehen wollen, selbst wenn die Möglichkeit bestände. Trotzdem wird es seltsam werden morgen dieses alte Leben zu besuchen. Im günstigen Fall werde ich das Wochenende schlussendlich als nicht anderes sehen: Einen Besuch. Ein Sightseeing Trip um den unbedingt notwendigen Abstand komplett zu bekommen. Um zu 100% festzustellen dass ich mich von Grund auf verändert habe.

Die Erkenntnis dass man sich verändert hat traf uns gestern Abend übrigens wie ein Schlag, denn wir schauten "Kevin allein in NY" und waren zum ersten Mal fast entsetzt über die die "Hau-drauf-Szenen" und dass der Film ein Kinderfilm ist. Himmel sind wir Spießer geworden. Eltern eben...

Samstag, 10. Oktober 2009

Ein Eintrag


Der letzte Eintrag ist eine ganze Weile her. Das liegt nicht daran, dass es nichts zu erzählen gab, das Gegenteil war/ist eher der Fall. Warum dann trotzdem nichts?
Ein Grund wird sein, dass sich der Reiz eines Blogs gelegt hat. Liest ja doch keiner, dachte ich mir und was sollte es andere kümmern wie mein Alltag aussieht?
Warum schreibt sie denn dann jetzt? Das werden sich sicher einige denken.
Wahrscheinlich wird das eine Art „Auf Wiedersehen, es war ganz nett mit dir, obwohl dich zwar kaum kennengelernt habe“ zu diesem Blog.
Im letzten Eintrag zog ich eine Art Resümee, passend zum neuen Jahr. Ähnliches will auch jetzt machen, denn im letzten halben Jahr ist viel passiert. Hochzeit und Kinder schließe ich aus, zumindest teilweise. Denn Hochzeiten reißen im Freundeskreis nicht ab und Kinder habe ich ja doch eine Menge. Momentan 18 eigene, allesamt wunderbar.
Nachdem ich nun das erste Berufsjahr hinter mir habe, kann ich rückblickend sagen, dass es gut war, gespickt mit vielen positiven aber auch negativen Erfahrungen. Eine Probe wenn man es so will. Aber jetzt geht’s dann richtig los. Und es läuft so gut wie noch nie, in jeder Hinsicht.
Das trifft nicht nur auf den Job zu. In allen anderen Bereichen läuft ebenfalls alles „rund“.
Der wichtigste Grund dafür ist, und jetzt werde ich zum ersten Mal ehrlich und persönlich, meine Gesundheit. Ehrlich aus dem Grund weil ich jahrelang brav gelogen habe, fragte man mich wie es mir geht. Warum? Weil ich die Erfahrung machen musste dass kaum jemand die Wahrheit hören wollte. Die Wahrheit war das Gegenteil. „Freunde“ kamen mit der Lüge besser klar.
Seit über einem halben Jahr brauche ich nicht mehr lügen. Zum einen weil ich guten Gewissens sagen kann, dass es mir wirklich gut geht, sehr gut sogar. Zum anderen weil die Freunde in Anführungszeichen neuen Freunden gewichen sind und einige wenige die Anführungszeichen abgelegt haben. Nun würde ich mir auch schwer tun zu lügen, man durchschaut mich sowieso. Und mir wird auch keine Chance gelassen Trübsal zu blasen, wenn ich doch mal daran denke wie es vielleicht doch einmal werden könnte. Ich weiß aber auch, dass diese Menschen in schwierigeren Zeiten nicht das Weite suchen werden. Das, nein diese lieben Menschen, geben mir einen enormen An- und Auftrieb. Sie bringen mich zum Lachen, Lieben und Leben. Sind dabei beste Freunde zu werden, sind Zuhörer, Ratgeber, Fröhlichkeits-Gurus und einfach „da“. Den besten aller Gurus nicht zu vergessen, der wohl die größte positive Wirkung auf mich hat!
Was will ich momentan mehr? Nichts, absolut gar nichts. So wie es ist, soll es bleiben. So „neu“ gefällt mir alles, ohne Ausnahme.
Ach ja, Kontaktlinsen hab ich jetzt auch und zum Friseur will ich ebenfalls. Also in jeglicher Hinsicht „neu-machen“.
Vielleicht wars dann wirklich der letzte Eintrag?! Getwittert wird trotzdem weiter... :-)

Freitag, 9. Mai 2008

Das wars jetzt...

Alles rum... mehr oder weniger zufrieden aber trotzdem ist jetzt endlich alles rum.

Kein Lernen mehr, kein Druck, kein... ja was eigentlich noch?
Wie waren sie denn die "fast-2-Jahre" meiner letzten Ausbildungsetappe?
Stressig? Doch schon, aber nicht so stressig dass ich kein Leben mehr gehabt hätte :-)

Man kanns durchaus überleben, auch wenn man nebenbei noch lebt. Und das muss man! Sonst klopft durchaus die Gefahr der typischen Lehrerhaltung an der Tür. Und die kann ungesund sein (der Meinung bin ich zumindest).

Was nehme ich jetzt mit?
Viele Erfahrungen natürlich, einen Berg an nützlichen und unnützen Kopien, einige Amazon Rechnungen, viele schlaue Bücher, viel Lachen, wider Erwarten wenige Tränen, gute Nerven, ein bißchen Wehmut wenn ich an meine liebste Klasse denke und vorallem neue und alte Freunde die mich unterstützt und ermutigt haben.

Deshalb ist das Ref. auf keinen Fall die schlimmste Zeit in meinem Leben, denn ich bin sowieso zu jung um diese Zeit bereits jetzt ausmachen zu können.
Und vielleicht auch trotz mancher Schwierigkeiten einfach optimistisch und positiv eingestellt. Ein Steh-auf-Männchen wie man mir mal zusagte.
Und lieber ein Steh-auf-Männchen sein, anstatt als junge und frisch gebackenen Grundschullehrerin den Kopf in den Sand stecken und sich mit Meckern, Trübsal und Traurigkeit beschäftigen.

Und jetzt fang ich auch so langsam an zu begreifen dass ich jetzt wirklich wirklich fertig bin *hüpf*