"Jaja, das glaube ich erst wenn du wirklich aus der Tür bist," sagte der Mann und lachte sich ins Informatiker Fäustchen. Ähnliche Reaktionen erfuhren die Mädels als sie wie ich ankündigten dass der (vergangene) Samstag Abend nur uns vier gehören würde. Unsere pessimistischen Hälften waren allesamt überzeugt, dass wir schlussendlich aber doch wieder auf dem Sofa sitzen würden. Unerhört und schlimm wie ähnlich sich Männer doch sind. Und wie unrecht sie hatten. Ha!!!
Punkt 19.45 Uhr verließ ich das Haus ohne einen weiteren männlichen Kommentar. Mir war sehr nach einem bissigen meinerseits, doch frau genießt still und freut sich über ihre Erfolge. Und damit kann man den Abend auch recht gut umschreiben: Erfolgreich. Da wir uns ja regelmäßig mit den Mini Mädchen treffen und uns auch alle durch diese kennengelernt haben, stand die leise Befürchtung im Raum dass wir kaum ein anderes Thema finden würden. Aber!! Aber!! Ha!! Von wegen. An diesem Abend waren wir kaum Mamas. Wir waren albern, fühlten uns alle deutlich jünger, lachten über andere Gäste, spekulierten, sprachen über Jobs und selbstverständlich über Männer. So wie es sein soll wenn vier Frauen an einem Samstagabend aus gehen. Jede von uns ist jetzt um drei Kennenlerngeschichten reicher und ich zudem noch um die Erkenntnis dass ich mal hören sollte wenn man mir sagt dass eine Portion wirklich groß ist... Und wir haben uns allen bewiesen dass wir auch ganz gut miteinander ohne Minis können. Prost!
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Montag, 20. Januar 2014
Montag, 2. Dezember 2013
Hobbykram
"Haha, jetzt bist du wirklich wie so eine Klischee Mama!" sagte man mir vor einiger Zeit. An meine Reaktion erinnere ich mich nicht mehr, nur noch an das zustimmende Lachen des Informatikers der das Gespräch mitbekam. An den Grund kann ich mich dagegen nocht sehr gut erinnern. Ich hatte kurz vorher mit dem Nähen angefangen. Bekam sogar eine Nähmaschine geschenkt inklusive diverser Nähbücher und anderer Utensilien. Ich muss dazu sagen, dass das Nähen in meiner Familie sehr beliebt ist. Als Kind hatten sogar meine sämtlichen Puppen selbstgenähte Röcke etc. Umso glücklicher waren dann sowohl meine Oma als auch meine Mutter als sie mitbekamen dass ich mich ebenfalls daran versuchte. Der Informatiker warnte ziemlich zügig vor zu viel - in seinen Augen unnützem - Materialkauf, da ich "es sowieso schnell wieder aufgeben würde. Warum er das sagte? Ein kurzer Rückblick auf meinen bisherigen Hobbies in Bildern...
Um 2005 herum begann ich das Malen. Es machte mir unheimlich viel Spaß und ich produzierte einige Bilder. Kaum ein Familiengeburtstag verging ohne dass ich ein Bild verschenkte. Ich steckte viel Engergie und auch Geld in dieses Hobby. In dieser Zeit stand ich kurz vor dem Referendariat bzw. war mitten drin. Leider waren genau diese Jahre geprägt von einem Aufblühen der MS. Es ging mir nie schlechter als in diesen zwei bis drei Jahren. Irgendwann gen Ende der Prüfungen schlief das Hobby leise ein. Als das Referendariat beendet war versuchte ich mich wieder daran, ließ es dann aber defevinitiv und bestimmt sterben. Zu viele schlechte Erinnerungen waren damit verbunden.
Eine Weile war ich relativ lange "hobby-los".
Abgesehen von regelmäßigen Fitnessstudio Besuchen. Hier konnte ich absolut abschalten und ließ alles was auch nur den Hauch von Stress bedeutete außen vor. Mit der Schwangerschaft und der langen Krankphase musste ich das irgendwann drosseln und mit dem Umzug schließlich aufgeben. In Karlsruhe bin ich zwar mittlerweile wieder Mitglied in einem Fitnessstudio, aber... naja... Ich kämpfe mit dem inneren Schweinehund.
Wie ich zum Ketten-basteln kam weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube fast
ich tippte "Hobby" bei einem Internetversandhandel ein und mir wurden
diverse Ketten-Bastelbücher vorgeschlagen. Ich mochte die schönen
Perlen. Also ging ich das Ganze an. Machte sehr viel Spaß und ich hatte
irgendwann zu sämtlichen Pullis eine passende Kette. Auch hier war die
Familien-Versorgung gut angelaufen. Meine Mutter trägt tatsächlich bei
allen Besuchen eine Kette von mir. Ich vermute jedoch, dass sie es nur
tut weil Mütter so etwas machen. Ich habe schließlich auch ein Bild von
Missy am Kühlschrank hängen... Mit dem Umzug verlor ich dieses Hobby aus
den Augen. Hin und wieder packt es mich dann aber doch und ich
verarbeite meine Unmengen an Perlchen die so schöne Farben haben.
Um 2005 herum begann ich das Malen. Es machte mir unheimlich viel Spaß und ich produzierte einige Bilder. Kaum ein Familiengeburtstag verging ohne dass ich ein Bild verschenkte. Ich steckte viel Engergie und auch Geld in dieses Hobby. In dieser Zeit stand ich kurz vor dem Referendariat bzw. war mitten drin. Leider waren genau diese Jahre geprägt von einem Aufblühen der MS. Es ging mir nie schlechter als in diesen zwei bis drei Jahren. Irgendwann gen Ende der Prüfungen schlief das Hobby leise ein. Als das Referendariat beendet war versuchte ich mich wieder daran, ließ es dann aber defevinitiv und bestimmt sterben. Zu viele schlechte Erinnerungen waren damit verbunden.
Eine Weile war ich relativ lange "hobby-los".
Abgesehen von regelmäßigen Fitnessstudio Besuchen. Hier konnte ich absolut abschalten und ließ alles was auch nur den Hauch von Stress bedeutete außen vor. Mit der Schwangerschaft und der langen Krankphase musste ich das irgendwann drosseln und mit dem Umzug schließlich aufgeben. In Karlsruhe bin ich zwar mittlerweile wieder Mitglied in einem Fitnessstudio, aber... naja... Ich kämpfe mit dem inneren Schweinehund.
Und dann kam das Nähen. Warum? Weil ich so viele Mütter kennenlernte und
von solchen hörte, die für ihren Nachwuchs einfach alles nähten.
Mützen, T-Shirts, Kleidchen und Stofftiere. "Kann nicht so schwer sein,"
dachte ich mir und begann zuerst klein. Nämlich mit der Hand.
Plüschtierchen. In den Büchern die ich kaufte sahen sie einfach zu süß
aus. In den Büchern... Irgendwann bekamen meine Großeltern das Ganze mit
und prompt schenkte mir mein Opa eine nagelneue Nähmaschine. Ich kaufte
einiges an Stoffen weil sie allesamt zu schön aussahen. Mittlerweile
bin ich leider der Überzeugung, dass sie das aber am längsten tun
wenn ich sie so lasse wie ich sie gekauft habe. Die Stofftierchen werden
von Missy meist direkt irgendwo hin geworfen und vom Informatiker nie
als das erkannt was es sein soll.
Zur Zeit mache ich mal hier und mal da was. Mal nähe ich, mal mache ich eine Kette. Aber so richtig bei einer einzigen Sache bin ich nicht. Mal schauen was als nächstes kommt...
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Donnerstag, 21. November 2013
#sätzediemichglücklichmachen (+Momente)
Ganz obenauf heute bei Twitter und nachdem ich sogar einen
Radiobeitrag dazu hörte, habe ich mich an geschubst und poste mal wieder.
Bitte schön:
#Bald ist Weihnachten
#Mama is da
#Papa is da
#Belle is da
#Du bist so cool, Frau S.
#Im Kühlschrank ist noch Schokolade
#Ich liebe dich
Und jetzt die Momente:
- „What the hell ist that?“, sprach der Schüler, der neu ist und sich furchtbar erschreckte als urplötzlich der Pfarrer im Klassenraum stand.
- „Biiiddde, daaa.“, freute sich Missy als sie mir ihr erstes Kunstwerk überreichte.
- Kein Stau und keine LKWs auf dem Arbeitsweg
- Robbie Williams
- Robbie Williams’ neues Album
- Nachmittags einen Tee trinken und lesen
- Vor ein paar Tagen zum allerersten Mal daran glauben, dass mich die MS nicht klein kriegen wird.
- Wenn der Informatiker Späße mit Missy macht und sich beide dabei kringeln vor Lachen.
- Wissen dass bald Wochenende ist und wir Samstag Abend wieder schön ausgehen werden.
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Donnerstag, 14. November 2013
Mädchen
Vergangenes Wochenende waren der Informatiker und ich
zusammen mit drei anderen weg. Erst Pizza essen in einer Bowling Anlage und
anschließend hier. Die drei anderen waren allesamt auch Informatiker. Alle
kinderlos. War also eine Premiere für mich seit langem, denn ich weiß ernsthaft
nicht wann ich das letzte Mal mit Nicht-Eltern unterwegs war. Abgesehen von
meinen Geschwistern und Schülern. Aber zum Abend: Ich saß wohl ziemlich planlos
mit am Tisch bzw. kam mir fehl am Platz vor. Was nicht daran lag, dass mir
Baby-Themen fehlten. Mir fehlte mehr die ein oder andere Frau. Auch wenn ich in
Marburg sehr oft mit Kollegen und Freunden des Informatikers (die dann auch
meine wurden) auf Achse war, wurde mir an diesem Abend doch schnell bewusst
dass mich meine Missy dahingehend verändert hat, dass ich Freundinnen nicht
missen mag. Das ist so ein Mädchen und auch Mama-Ding. Man versteht sich halt
besser und anders. Nichts gegen Informatiker, herjeh nein. Aber... naja...
hm... Den einen zu Hause habe ich mir ja ausgesucht... aber... naja... gleich
vier an einem Abend. Und sämtliche Informatiker die das jetzt lesen werden es
insgeheim verstehen. Die Frauen sowieso.
In einer Woche haben meine Mädels und ich dann Premiere. Und
zwar zum allerersten Mal eine gemeinsame Abend-Aktivität. Ohne die Minis. Ohne
Männer. Nur wir. Auf meine Frage ob wir uns denn ohne erst genannten überhaupt
verstehen werden meinte A. „besser“. Ob sie das in Bezug auf die
(Schrei)Laustärke meint, kam nicht raus. Auf jeden Fall sei genau diese an dem
Mädels-Abend absolut nicht unser Problem... Nächste Woche also ein Hoch auf
unsere Männer.
Wie der Abend wird, steht noch in den Sternen, aber ein
Reinfall kann es schon gar nicht werden. Schon alleine deshalb weil wir endlich
mal nur für uns sind. Nächste Woche also ein Hoch und ein oder zwei Gläser
Cosmopolitan auf die Mädchenfreundschaften.
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