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Mittwoch, 15. Juli 2015

Mittwochs-Post

Ha, ja, den gabs ja mal, den Mittwochs-Post. Öhm... nun ja, wie das eben mit Sachen und Dingen ist, die man sich vornimmt. Irgendwann sind sie dann Sand der sich verläuft. Ich gelobe jetzt auch keine Besserung, denn das wäre ja auch eventuell Selbstbesch....

So, nun denn. Was gibts Neues? Schönes? Lustiges?
Ich arbeite wieder. Juhu.
In zwei gibts Ferien. Juhu (kein Neid oder Mißgunst bitte, Frau Lehrerin arbeitet selbstverständlich die Ferien durch).
Es ist schönes Wetter. Juhu. Bald sinds wieder 38 Grad. Juhu.
Ich habe einen neuen Neurolgen gefunden, der mir zusagt. Juhu.
Ich war in den letzten Tagen sehr fleißig und habe alles wegkorrigiert und die Zeugnisse quasi fertig geschrieben. Juhu.
Missy hat seit heute ein Fahrrad. Juhu juhu juhu.

Meine Schulgeschichten werden vermisst, teilte mir kürzlich ein Leser mit. Hm, da ich ja drei Wochen ausgefallen bin war, gab es da auch nicht so viel zu texten. Amüsant war dann aber heute folgendes:
Vertretungsstunde in Klasse 1, freies Spiel auf dem Hof...
Ja, ihr dürft heute mal draußen spielen. Hopp, alle raus. Ja ihr könnt auch die Spielgeräte mitnehmen. Ja, auch einen Ball. Ja, auch Stelzen. Ja, auch die Waveboards. Ja, auch die Seile. Herjeh, hört ihr mir mal zu. ALLES. Seit wann spielt man mit Rucksäcken? Nein, keine Schirme. Himmel was hast du damit vor? Jetzt alle raus. Du brauchst keine Jacke, es sind fast 30 Grad. OK, wie du meinst.
Alle draußen.
 Ja du kannst die Jacke wieder reinbringen. Der Rucksack bleibt drin!!
Hier, ich habe noch Straßenkreide mitgebracht. Könnt ihr was schönes malen. Oh hübsch. Ja, du kannst wirklich schön malen. Die Jungs? Ja, sie haben auch Kreide. WAS? WO? WER was DAS? Ja es ist Sommer aber trotzdem freuen sich die Strichmännchen über Kleidung. Die sollen was? Schwimmen lernen? Ja das glaube ich auch, deshalb holst du jetzt mal ruck zuck Wasser und lässt sie schwimmen. Blitzmerker, du sollst sie wegwischen. Ja, ist tragisch, hättest du mal besser Schwimmflügel gemalt. Nein nicht noch so ein Männchen malen. Oh, eine Frau... jetzt kommt die Kreide weg.
Ach Schade, es hat geklingelt. :-)



Freitag, 26. Juni 2015

Warten

Heute war ich (mal wieder) beim Arzt und da musste ich das tun, was ich eigentlich immer tun muss seit wir hier in Karlsruhe wohnen (ernsthaft: Früher war das nicht so): Ich musste warten. Eine Stunde lang. Trotz Termin. Passiert mir wirklich bei jedem Arzt hier. Nun ja, deswegen zurück ziehen? Eher nicht.
Mir fiel während der Warterei ein, dass ich irgendwann mal einen Blog Post dazu geschrieben hatte. In meiner frühen Blogger Zeit sozusagen. Und genau dieser erfährt hiermit sein Comeback, denn Warten ist ja schließlich immer noch "in".


Über das "Warten" 

Warten kann viel bedeuten. Warten aufs Christkind kann ja noch ansatzweise Spaß machen. Dieses Warten ist dann aber eher Vorfreude. Wartet man jedoch zum Beispiel auf eine Nachricht, einen Anruf o.ä. kann Warten ein ziemlicher Mist sein.
Ist man eher von der ungeduldigen Sorte Mensch, hat man manchmal keine große Freude. Man wuselt nur noch herum, hat keine Ruhe und die Konzentration verabschiedet sich.
„Sei doch nicht so ungeduldig“ Ja und dann? Dann ist man ruhig, schont die Nerven, ist die Gelassenheit in Person. Das stimmt wohl, aber dadurch wird das Warten auch nicht verkürzt.
Sicher ist Ungeduld nicht immer angebracht. In einer Warteschlange im Supermarkt zum Beispiel. Immer wieder wunderbar anzusehen, wenn Menschen sich beinahe in die Hemdkragen kriechen, nur um schneller an der Reihe zu sein. Oder beim Arzt im Wartezimmer. Hier bringt dann die Ungeduld sehr oft eine weitere Eigenschaft hervor – das Meckern.
Also wohin mit der Ungeduld? Ablenkung! Mit anderen Dingen beschäftigen. Mal ein gutes Buch lesen, einem Hobby nachgehen, raus an die frische Luft. Ja, da fühlt man sich wie ein geduldiger, tugendhafter Mensch. Das ist doch toll… wenn’s klappt…
Aber was wenn sich das gute Buch als noch schlechter als bislang geglaubt entpuppt, das Hobby plötzlich Ergebnisse liefert die selbst ein Kindergartenkind besser hinbekommen hätte und der Spaziergang im lustigen Matsch stattfindet?
Hm…
Neue Lösung? Es gibt keine! Warten ist eben warten. Und warten ohne Meckern, motzen und Nervosität hat ja doch mehr Stil. Deshalb einfach mal einen Kamillentee trinken oder einen Blog-Eintrag schreiben…

Donnerstag, 12. März 2015

"Nein!"

Heute war kein guter Tag. Warum? Darum:

Morgens...
"Doch genau diese Hose ziehst du an. Nein, das mache ich jetzt, wir müssen uns beeilen. Ja, dieser Pulli, nein alle anderen hast du vollgesaut. Doch stimmt. Nein du schaust jetzt nicht im Schrank nach. Da musst du jetzt auch nicht weinen. Etwas leiser bitte, Papa schläft noch (haha, NOCH)
...
Nein, das ist nicht dein Glas, hier ist deins. Nein, lass mein Glas stehen. MISSY! Was soll das? Jetzt kann ich den ganzen Saft aufwischen. Nein du wirfst das Glas nicht noch einmal um. Nicht so brüllen. Da brauchst du dich auch nicht unter dem Tisch verstecken. Prima, jetzt hast du Papa wachgebrüllt...
...
Doch du musst auch heute morgen Zähne putzen, ja auch Hände waschen. Doch! Doch! Mach es jetzt endlich oder ich übernehme das. Nicht brüllen.
...

Nach der Arbeit...
Oh Post. Was wollen die denn? Bitte? Bitte was? Eine Mahnung? Für einen Kauf den ich vor 2 Jahren gemacht habe und bezahlt habe? Gehts noch?
...
Ja, Hallo ich habe eine Mahnung bekommen ... bla bla bla... Sie haben mir damals schon Mahnungen geschickt und jedes Mal wenn ich mit ihnen telefonierte, entschuldigten sie sich für das Versehen und räumten ihren Systemfehler ein. Jetzt reichts mir aber. Natürlich zahle ich die Mahnung nicht! Selbstverständlich auch nicht ihre Mahnungsgebühren. Ja bitte leiten sie es weiter. Ja ich bin sauer. Sie drohen mir mit einer Anklage, was soll das?


Mittags im KiGa...
Sie hat bitte was gemacht? Sich in einem Busch versteckt und steckte dann fest? Sie musste mit zwei Erziehern rausgezogen werden? Ach daher dann die Schrammen?
...
Ja, wir gehen jetzt nach Hause. Komm anziehen. Nein, nicht weglaufen. Schuhe an. Schuhe an. Schuhe an. SCHUHE an. JETZT.
...

Zu Hause...
Ja hier ist dein Joghurt. Nein, einer reicht. Missy einer reicht. Nein du kannst gar keinen Hunger mehr haben. Nein, du bekommst jetzt keine Banane mehr. Es reicht. Brauchst du auch nicht jammern. Himmel was ist denn jetzt schon wieder los? Wollen wir einen kleinen Ausflug machen? Dann los.

Ausflug...
Schau die Babyziegen. Ja süß. Hier, ich habe eine Futtertüte gekauft, willst du sie mal füttern? Nein, das ist Essen für die Tiere. Nein ich habe keine Banane dabei, du hast gegessen. Komm, fütter mal die Ziegen. Warum denn nicht? Dann gib es mir. Was willst du denn sonst damit machen? Nein nicht das Futter auf den Weg streuen, da sind keine Ziegen. Genau, du schaffst das, schau sie freuen sich. Nicht doch, nicht weinen, die Ziege hat das nicht böse gemeint. Ja, manchmal fressen Ziegen auch Tüten. Nicht weinen. Nein, ich kaufe kein neues Futter. Ja, ich will auch heim.


Und was definitiv das Schlimmste an solchen verkorksten Tagen ist, die Erkenntnis dass das häufigste Wort mal wieder "Nein" war.

Mittwoch, 14. Januar 2015

"The Terrible Twos"

Diesen Artikel habe ich vor einigen Tagen gelesen und er traf vollends meinen Nerv. Denn genau DAS erleben wir momentan beinah täglich. Mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Ich hatte diesen "Irrsinn" ja schon kürzlich hier angerissen...
Sicherlich liest sich alles immer auch irgendwie lustig, denn es wäre ein Armutszeugnis für mich und meinen Schreibstil, wenn alles nur so vor Jammern und Leiden triefen würde. Missy in real life ist zur Zeit allerdings alles andere als witzig. Hin und wieder ertappe ich mich beim Klammern an dem EINEN Gedanken: "Ganz bald ist diese Trotzhase rum. Schließlich wird sie bald 3 Jahre alt." Der Gedanke wird aber spätestens dann nicht mehr haltbar wenn sie mal wieder im Supermarkt tobt und schreit. Obwohl er gerade hier dringend angebracht wäre. Funktioniert aber nie bis gar nicht. Was hingegen prima funktioniert ist totales Chaos im Kopf. Also in meinem. Zu oft fühle ich mich in den letzten Wochen wie eine totale Irre, die nur noch stur und stoisch versucht ihr Kind irgendwie zu bändigen. Nach außen hin muss es wohl fast lustig aussehen. Ich glaube ich habe sogar einen neuen Blick entwickelt. Der dürfte etwas von diesen Irren aus entsprechenden Filmen haben. Sicherlich fahre ich mir zudem auch noch hektisch durch die Haare, was mein Außenbild dann perfekt passend erscheinen lassen dürfte. Gratulation Frau S., jetzt sind sie absolut plem plem.
"Frau S. du siehst aus als hättest du heute Nacht nicht geschlafen," schmeichelte mir heute morgen einer meiner Schüler. Treffer, versenkt, dachte ich. Recht hatte er. Zwar schlummert Missy Nachts wie gehabt ruhig und engelsgleich, aber die blanken Nerven schleichen sich auch in meine Nächte. Entsprechend sieht man (wohl) aus. Erfreulicherweise gewöhnt man sich bekanntlich ja an so einige (Mangel)Zustände. Gesund kann es trotzdem nicht sein.
"Ich bin echt fix und fertig," gestand ich vor einigen Abenden dem Informatiker, nachdem Missy erneut ein abendliches Bühnenprogramm zum besten gegeben hatte. Ich weiß nicht mehr was er erwiderte, es wird sich aber leider definitiv nicht um einen Masterplan für tobende Kleinkinder gehandelt haben.
So stehen wir also hier, der Informatiker und ich. Planlos. Versuchen uns mal mehr und mal weniger gegenseitig Kraft und Ansporn zu geben. Mal gelingt uns das eine, mal das andere nicht. Was das eine und das andere auch immer sein mögen. Im besten Fall gleicht man sich aus, schlecht ist immer wenn beide entnervt und angeschlagen sind. Dann fehlt etwas bzw. jemand. Nämlich der andere. Der Beste.


Mittwoch, 28. Mai 2014

Hochzeitstag

Morgen sind der Informatiker und ich vier Jahre verheiratet. Da kann man/ich in Erinnerungen schwelgen, denn der Tag war wirklich ein ganz großartiger.
Hier mal ein paar Auszüge des schönsten 29. Mai's...

Gestartet haben wir wunderbar gemütlich mit einem Frühstück zu Hause mit den Nachbarn. Eben jenen, speziell der lieben Nachbarin wurden neben Kaffee und Brötchen meinen Schnittlauch-Locken zu Volumen verholfen. (Grüßle an dieser Stelle nach Nürnberg ;-) )
Später machten wir uns dann auf den Weg zum Standesamt nach Marburg, nachdem die gesammelten Familien eingetroffen waren.

Eigentlich soll man ja als Brautpaar irgendwie auch nur im Ansatz aufgeregt sein. War ich nicht. Der Informatiker sowieso nicht. Unsere Eltern dafür umso mehr und nach dem Jawort waren die Mamas nicht mehr zu halten und ließen einiges an Tränen zurück.








Wir hatten an diesem Tag einige Überraschungen und die erste bekamen wir direkt im Standesamt. Ein Lied nur für uns...
Den Worten der Standesbeamtin konnte ich im letzten Drittel der Trauung so gut wie gar nicht mehr folgen, da ich vor dem geöffneten Fenster Kinderlärm vernahm. Meine Schulklasse. Ich war so gerührt, dass sie fast alle gekommen waren um uns zu gratulieren.


Nach Kaffee und Hefekuchen für den Informatiker und Schokoladentorte für mich zu Hause ging es am frühen Abend zur Hochzeits-Location



Hier verbrachten wir den Abend mit der Rest-Familie und Freunden. Hatten ein fantastisches Essen - oder wie mein Patenonkel noch heute sagt - "es war das beste vegetarische Hochzeitsmenü, dass ich je gegessen habe", wurden weiter überrascht von Freunden, die uns unser Hochzeitsgeschenk zunageln ließen..., 

bekamen ein grandioses Gitarren/Bass- Konzert von zwei lieben Freunden (Grüßle an dieser Stelle nach München und Gießen)...,

schauten mit allen Gästen unsere gemeinsame Liebesgeschichte auf dem Beamer in Form einer Präsentation an, die unsere Eltern erstellt hatten an, fuhren Draisine (was übrigens der Renner bei allen Gästen war) und waren einfach nur glücklich.

Das alles waren "nur" Auszüge unseres Hochzeitstages. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die lustigen Spiele, die Trauzeugin und Freunde vorbereitet hatten, der Spaß, die Gespräche, die Geschenke. 
Wir beide hatten außer dem Termin, dem Essen, den Einladungen und der Auswahl des Ortes nichts weiter geplant. Und ich bin heute noch der Überzeugung, dass genau deshalb alles so absolut grandios war. Weil wir keine überzogenen Erwartungen hatten.
Wenn ich noch einmal heiraten sollte, dann ganz genau so. 
Und zwar genau den Mann, den ich jetzt habe.
Lieber Informatiker, alles Gute zum Hochzeitstag (morgen dann) 

Freitag, 4. April 2014

Woche(zu)nEnde

Eine Arbeitswoche ist beendet. Eine Woche in der viel los war. Zu meinen absoluten Highlights zählt selbstredend die Musikarbeit. Wäre es nach mir gegangen hätte ich absolut bis überhaupt nichts an der Notengebung geändert... Aber es ging nicht nach mir, denn in meinem neuen Bundesland gibts nettere Noten als in meinem alten. Halbe Noten. Ja. Halbe! Auch viertel Noten sind da drin. Dieses, ebenso wie mein entsprechender Gesichtsausdruck, dazu war mir neu. An allen bisherigen Schulen gab es eine 1, eine 2, eine 3, eine 4, eine 5 und eine 6. Hier und da noch mal ein + oder - dazu. Punkt. Feierabend. "Das ist ja gemein. So streng muss man doch nicht sein," äußerte sich dazu eine Kollegin, denn hier wird das bekannte Notenspektrum erweitert. Hier kann man auch eine 1-2, 2-3, 3-4 und 5-6 bekommen. Sogar im Zeugnis. Auf meine Frage wo ich denn dann eine 2-3 im Notenspiegel zuordnen solle wurde ich verdutzt angeschaut. Nirgendwo, denn den gäbe es halt einfach nicht...
Oh bitte, was soll denn dieser Wischiwaschi-Kram? Und das in einem der Top-Bundesländer im Bildungsvergleich? Deshalb vielleicht?
Was hieß das nun für meine Musikarbeit? Wieder einsammeln, Elternbrief verfassen und rausgeben, Noten neu machen, Arbeit wieder rausgeben. So ein Theater. "Musst halt einfach mehr Augen zudrücken und freundliche Noten geben. Dann sind alle zufrieden. Schüler und Eltern," sagte man mir. Ich sagte dazu nichts. Was bleibt mir auch anderes übrig. Wäre ein Kampf gegen Windmühlen.

Ein anderes Highlight war Missys Magen und Darm Grippe. Gepaart mit der "normalen" Grippe des Informatikers. Kindergartenkeime sind schon so eine Sache. Nach knapp vier Wochen KiGa haben wir hier schon so Einiges vorzuweisen. Immerhin bescherte mir das aber jeden Mittag ein fertiges Essen auf dem Tisch...

Was war sonst noch so? Ich habe den Balkon aufgehübscht. Blümchen gekauft, eingetopft und freue mich jeden Tag darüber. Außerdem bin ich seit gestern Abend fertig mit einer meiner Lieblingsserien. Ein bisschen traurig ist das schon, da sie mich seit Jahren "begleitet" hat. Und jetzt ists zu Ende. Das trübte den heutigen Morgen etwas - neben dem Sahara-Staub.

Schönes Wochenende!

Freitag, 21. März 2014

Flüche

Seit ich eine Mama bin, bin ich Meisterin im Hören, Lage sondieren und sämtliche möglichen Gefahren zu erkennen. Nein, das ist nicht mal im Ansatz lustig und kann mitunter sehr stressig sein.
Hier mal ein Auszug meiner neu gewonnen "Fähigkeiten", die ein Fluch sein können:

  • Komme ich in einen Raum, ungleich unserer Wohnung,  geht mein Blick automatisch gen Steckdosen. Natürlich sind diese in den meisten Fällen nicht mit einer Kindersicherung versehen. Weshalb auch wenn es öffentliche Räume sind oder Wohnungen ohne Kinder. Und am Rande bemerkt hat Missy sich in ihren zwei Lebensjahren nicht einmal dafür interessiert.
  • Ich höre Missy immer. Selbst wenn sie nicht da ist... Ist sie, wie die vergangen beiden Wochen im Kindergarten und ich krank zu Hause horche ich regelmäßig auf wenn ich einen entfernt ähnlichen Laut höre. Ich habe aber mit mir vereinbart dass ich definitiv etwas überdenken muss falls es mal so weit kommt dass ich in einem solchen Fall aufstehe um nach ihr zu schauen.
  • Auf Spielplätzen überlege ich manchmal genau ob sie eventuell irgendwo runter fallen könnte, sich dann ein Bein bricht, sie ins Krankenhaus muss, lange nicht in den Kindergarten gehen kann, wie ich das meinem Chef erklären soll, wie das klappen soll mit den zehn Krankheitstagen die Eltern zustehen und wie sie es schaffen soll Ruhe zu halten weil sie ja immer so viel flitzt.
Wie gesagt, es ist nicht wirklich amüsant und ich gebe auch mein Bestes das alles runterzuschrauben. Aber ernsthaft: Das ist gar nicht mal so leicht. Wahrscheinlich liegt das halt nun mal am Mama-sein meinte der Informatiker einmal. Schließlich mussten die Frauen früher ihre Kinder vor Säbelzahntigern beschützen (waren das nicht eigentlich die Männer?). Kann ja schon sein, ein bisschen blöd wird man/Frau da schon von.
Denn dank des Zirkus vor unserer Haustür habe ich ernsthaft schon überlegt ob ich schnell genug mit Kind auf dem Arm laufen könnte, wenn die Tiger plötzlich ausbrechen würden. 

Freitag, 21. Februar 2014

Phasen, alles nur Phasen

Ich liebe mein Kind. Das steht außer Frage. Hat sie mal einen schlechten Tag und Meckern steht ganz oben auf der Tagesordnung ist alles doch alles immer wieder schnell vergeben und vergessen. Muss man halt nun mal eben durch. Auch das steht außer Frage und man lernt im Laufe des Mama-/Papa-Daseins genau das. Und wird gelassener. Nur um das mal vorweg gesagt zu haben...
ABER momentan nervt mich Missys "Phase" - oder wie auch immer man diese furchtbare Grundunzufriedenheit nennen kann - doch ein wenig bis sehr. Ob sie denn einen Grund zum Meckern habe, fragte mich ein Freund. Außer einem Schnupfen sah/sehe ich keinen. Sonst gehts ihr prima, sie flitzt weiterhin ununterbrochen in der Wohnung herum, könnte wenn man sie ließe den ganzen Tag nur essen - es sei denn es sind die festen Essenszeiten - und fängt so ganz langsam an auch mal einen Moment alleine zu spielen (ein bis zwei Minuten). Aber wehe es läuft nicht so wie sie will. Heute morgen beispielsweise äußerte ich vorsichtig Bedenken bezüglich ihres Plans den Schlafanzug als Mütze und die Stoppersocken als Straßenschuhe anzuziehen. Ohhh, böser Fehler. Böse Mama. Wir verlassen in den letzten Tagen nur selten bis nie das Haus ohne Tränen und heiserer Kinderstimme. Denke es ist demnächst mal wieder angebracht den Nachbarn etwas Kuchen zu bringen. Gestern morgen habe ich sogar vergessen meine Haare ordentlich zu machen bevor ich zur Arbeit fuhr. "Hat sie dich auf Trab gehalten?" fragte mich eine Kollegin... "Das passiert meiner Mama auch oft!" erzählte mir eine Schülerin mit Blick auf meinen Kopf. Na prima.
Zu den täglichen kleinen Kämpfen mag die frühere Schlafmaus ungern länger schlummern. Um sieben Uhr erklärt sie die Nacht für beendet. Luxusprobleme, ja ich weiß. Aber wenn man sonst bis mindestens 8 Uhr am Wochenende schlafen konnte ist das fies. Noch fieser ist dann nur noch, dass sie am liebsten auf ihren Papa hört. Geht dieser morgens um 6 Uhr in ihr Zimmer, deckt sie noch einmal zu und erklärt dass sie weiterschlafen soll und sie das in die Tat umsetzt. Warum fies? Weil ich vor ihm genau das Gleiche versuchte und ein furchtbares Weinen erreicht hatte. Ach jeh.
Aber auch das wird vorbei gehen bis dann die nächste Phase kommt. In dieser schläft sie dann immer bis 10 Uhr, isst brav und ordentlich ihre Mahlzeiten, will nie mehr Süßigkeiten haben, liebt Zähneputzen, freut sich auf jede Autofahrt, isst keine Knete mehr, findet meinen Laptop total uninteressant und erkennt dass Schlafanzüge nicht auf den Kopf kommen...
;-)

Montag, 17. Februar 2014

"Burtstag, swei Jahre alt Missy is", sprach der Mini Joda -Teil 2

Wie lange die OP dauerte weiß ich nicht. Lange kann es nicht gewesen sein. Recht schnell tauchten sowohl der Informatiker und das OP Team inklusive Chefarzt - ich läge ihm so am Herzen - im modisch angesagten Grün auf und walteten ihres Amtes. Das fröhliche Geplänkel bekam ich am Rande mit, zu beschäftigt war ich mit dem Wegpusten eines Tuchs was mir ständig vor die Nase fiel. Irgendwann freuten sich alle und noch bevor sie sagen konnten "Da ist SIE!", brüllte SIE auch schon. Sie wurde mir kurz gezeigt und war dann auch schon wieder weg. Noch so ein unwirklicher Moment. Der Informatiker wurde irgendwann geholt, er solle helfen. Und da war ich dann alleine, irgendwie. Angesehen von den grünen Männchen und Weibchen die weiterhin ihres Amtes walteten. Kind und Mann tauchten plötzlich auf und leisteten mir Gesellschaft während ich da so rumlag. Ich schaute halb erstaunt und halb erschöpft das kleine Köpfchen an was die Augen geschlossen hatte und scheinbar der Welt um sie herum bereits nach wenigen Minuten überdrüssig war. So einen Schlaf möchte ich ja auch mal haben, dachte ich mir damals. Um einen herum werkeln alle oder starren einen an, aber was soll's. Eigentlich eine beeindruckende und durchaus gesunde Lebenseinstellung. 
Später war ich dann auf der Station und neben mir im kleinen Mini Bettchen lag mein Würmchen. Wir waren mehr als sprachlos und ja, tatsächlich überwältigt. Zum nicht unerheblichen Teil war ich auch froh dass Missy endlich da war und es mir demnächst gesundheitlich nur noch besser gehen konnte. Das dieses im Endeffekt dann aber doch weitere zwei Cortisontherapien brauchte konnte ich nicht wissen. Rückblickend war das auch irgendwie egal, denn ich war zuversichtlich dass alles wieder gut werden würde und spätestens mit der Wiederaufnahme der damaligen Basistherapie alles alles alles wieder ins Lot kommt. Wie gedacht so geschehen. 
In der dritten Nacht im Krankenhaus stellte sich dann allerdings meine Grundzuversicht sehr in den Hintergrund, denn das Mädchen neben mir weinte und weinte, wollte sich nicht wirklich beruhigen. Dazu kam am nächsten Morgen der Zustand, dass meine Hormone meinten sie hätten es extrem eilig sich wieder auf normales Niveau einzupendeln... Zum ersten Mal seit 10 Monaten bekam ich ordentlich Muffensausen und fing an zu erahnen was da noch kommen würde.

Was da noch alles kam habe ich an anderen Stellen erzählt und irgendwann muss man ja auch mal einen Haken dran setzen können. Dieses Posting ist nicht nur eine Geschichte/ein Bericht sondern zum großen Teil auch eine Aufarbeitung, denn manches muss "raus". Die vergangen zwei Jahre waren die reinste Achterbahnfahrt und auch heute wissen weder der Informatiker noch ich wann es hierbei Loopings gibt und wann es etwas gemütlicher und ruhiger zugeht. Manchen Looping haben wir gut gemeistert, bei manchen sind wir fast aus der Bahn gefallen. Aber wie ich oben schrieb: Abhaken. Und was schließlich wirklich zählt ist dass wir immerhin noch in der Bahn sitzen. Alle drei. Danke...

Samstag, 25. Januar 2014

Absolut richtig - ein Plädoyer FÜR Kinder

Einer meiner liebsten Blogs hat momentan eine Serie über verschiedene Ansichten zum Thema Elternsein. Allesamt lohnenswert zu lesen. Schön, berührend und ehrlich geschrieben. Sozusagen als Gegenpol zu den unzähligen Contra-Artikeln die in letzter Zeit in den unterschiedlichsten Medien zu finden sind. Diese sprechen oftmals bekannte Schwierigkeiten was die Unvereinbarkeit von Job und Familie/Kind betrifft an.
Ich habe das enorme Glück mir einen familienfreundlichen Beruf ausgesucht zu haben, noch dazu einen der mich Kinder verstehen lässt... Haha, ich muss selbst lachen bei diesen Zeilen. Ich hatte ernsthaft mal geglaubt genau dieser Job würde mich optimal auf mein eigenes Kind vorbereiten. Oder meine kleine Schwester, bei deren Geburt ich 13 Jahre alt war. Oder Nichten und Neffen oder oder oder. Aber mal im Ernst: Kein Kind der Welt kann einen auf das eigene vorbereiten. Aber - um dem Ganzen eine Wendung zu geben - was solls, denn genau diese Erkenntnis ist ja doch irgendwie der beste Weg zur individuellen Mama/zum individuellen Papa. Also nur Mut, denn es lässt sich immer alles regeln und das sogar in den meisten Fällen gut. Wenn man genau Das erkannt hat und an sich selbst zu glauben gelernt hat, können einem die blödesten Schreiattacken, die fiesesten Magen- und Darminfekte, die größten Kämpfe beim Essen etc. nur noch wenig anhaben. Auch den Job kann man mit Kind unter einen Hut kriegen. Auch den Mann kann man mit Kind unter eben diesen kriegen, meist dauert es einen Moment bis man sich neu sortiert hat, aber auch diese Mühe lohnt sich.
Ich verzichte auf den wahren Satz mit der totalen Lebensveränderung bei Eintreffen eines Winzlings, denn es sollte ALLEN werdenden Eltern erlaubt sein genau das Gegenteil zu glauben. Schlussendlich lohnt es sich doch irgendwie immer. Selbst wenn ich an machen Abenden noch so entnervt und platt auf der Couch sitze, reicht jedes Mal alleine der Gedanke dass am nächsten Tag wieder alles anders sein wird vollkommen aus. Und ich glaube an diesen Punkt kommt jede Mama und jeder Papa eines Tages. Die einen schneller und die anderen schneller...

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Was macht eigentlich...

... die Schule?
Jetzt ist bald Weihnachten und die Ferien stehen vor der Tür. In der Schule werden sie von Tag zu Tag wuseliger (ja das geht) und sind mit den Gedanken vollends beim Weihnachtsbaum. "Ihr fahrt doch sowieso nur noch auf Sparflamme in der letzten Schulwoche", meinte kürzlich irgendwer. Die "Irgendwers" haben in der Regel keine eigenen Kinder, sind dem Schulalter lange entwachsen und sind keine Lehrer. Sie reden trotzdem gerne mit und geben zu allem ihren Senf ab. Mich darüber zu ärgern habe ich schon länger aufgegeben, denn genau das ist es ja meist was sie bezwecken. Soviel zu meinem persönlichen Seitenhieb.
Bei uns an der Schule werden die Kids nämlich sogar noch mit Arbeiten und dergleichen geärgert. Da ich ja hauptsächlich in Klasse 1 zu finden bin betreffen mich Diese nicht. Ein nettes und beschauliches Lehrerdasein habe ich gerade. Die Kinder hören recht gut, den Kniff habe ich auch wieder gefunden, zusammenfassend gesagt fühle ich mich recht wohl in meiner Rolle. Als Fachlehrerin von netten und wohl behüteten Dorfkindern. Hier ist die Welt zwischen Weinbergen und Atomkraftwerk noch in Ordnung. Morgen fiebern wir (Klasse 1 und ich) der Weihnachtsfeier entgegen an der wir vor sämtlichen Eltern und Verwandten singen (ohne CD-Player... Hilfe...) werden. Nach 17 Mal "Aufstellen und Stehen bleiben ohne den Nachbarn zu zwicken oder von der Bühne zu werfen"-üben bin ich ansatzweise guter Dinge dass es nicht zum Kinder-Domino wird. Man ist ja optimistisch oder wie ein Knirps heute zu mir sagte: "Schaffe mer scho, Frau S., weischt du doch."

Das macht die Schule also so. Nichts Weltbewegendes, nichts Neues. Klingt nicht nach viel Spaß und Freude am Arbeiten? Doch, auf jeden Fall, aber es hat sich verändert. Ich habe mich verändert. Ich gehe Sachen und Aufgaben ruhiger und anders organisiert an. Wahrscheinlich ist das die Routine die ich in meinen Anfangsjahren oft zu hektisch gesucht habe.
In diesem Sinn: Man wünsche viel Glück beim Weihnachtssingen...

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Heim

Morgen fahren der Informatiker, Missy und ich über das Wochenende nach Marburg. Das letzte Mal war ich im Sommer dort. Allerdings nur für einen Nachmittag um meine (und Missys) Mädels zu treffen. War mehr oder weniger eine recht chaotische Angelegenheit, was vielleicht auch ein wenig an der extremen Hitze lag.
Das nächste Mal, so schwor ich mir damals, wird anders angegangen. Und zumindest die Temperaturen werden uns dieses Mal nicht ausbremsen. Wir haben sogar eine - so hoffe ich - nette Unterkunft, nämlich ein kleines Häuschen im ehemaligen Wohnörtchen. "Das ist doch mal ein Gag", meinte der Informatiker aber ich sehe das Ganze ein wenig skeptischer. Nicht wegen des Häuschens oder dem Ort, herjeh nein. Ich freue mich auch wie ein kleines Kind auf unseren Kurzurlaub, darauf dass wir liebe Freunde treffen, durch die Stadt schlendern und in Erinnerungen schwelgen werden. Leider ahne ich jetzt schon dass mir genau DAS zum Verhängnis werden kann. Mir wird teilweise bewusst, teilweise unbewusst vor Augen geführt werden welches Leben ich früher hatte. Welche Freunde und Angewohnheiten ich zurückgelassen habe. Marburg war nicht nur ein Lebensabschnitt, es war irgendwie mein Leben. Ich habe dort bzw. in der Nachbarstadt studiert, mein Referendariat gemacht, meine erste Wohnung gehabt, gearbeitet, gelitten, gelacht, geweint, große und manchmal auch tragische Freundschaften gehabt, geheiratet, mein Kind bekommen. Gelebt eben. Natürlich betone ich auch immer wieder, dass ein Aufbruch und Neuanfang sein musste, dass es mir gut getan hat. Wahrscheinlich würde ich auch nicht mehr zurück gehen wollen, selbst wenn die Möglichkeit bestände. Trotzdem wird es seltsam werden morgen dieses alte Leben zu besuchen. Im günstigen Fall werde ich das Wochenende schlussendlich als nicht anderes sehen: Einen Besuch. Ein Sightseeing Trip um den unbedingt notwendigen Abstand komplett zu bekommen. Um zu 100% festzustellen dass ich mich von Grund auf verändert habe.

Die Erkenntnis dass man sich verändert hat traf uns gestern Abend übrigens wie ein Schlag, denn wir schauten "Kevin allein in NY" und waren zum ersten Mal fast entsetzt über die die "Hau-drauf-Szenen" und dass der Film ein Kinderfilm ist. Himmel sind wir Spießer geworden. Eltern eben...

Freitag, 29. November 2013

Der Zorn, das Mädchen und das Müsli

Heute morgen hatten Missy und ich Zeit für ein hektikloses gemeinsames Frühstück. Seitdem sie alleine isst finde ich das sowieso deutlich stressfreier. Also freue ich mich in der Regel auf eben jene Morgende, an denen wir Zeit haben. Ich mache Radio an, in Gedanken ein Kerzchen, bereite sowohl ihr als auch mein Frühstück vor. Meist gibts für mich Brot mit Süßkram (fällt absolut nicht in die Kategorie öko!!) und für Missy Müsli. Seit einigen Tagen MÜSSEN dort "Sinen" (Rosinen) hinein, sonst isst sie es nicht. Also werden sie versteckt, damit sie auch ein bisschen Arbeit hat und nicht direkt alle rausisst und dann die Ruhe vorbei ist. Die Vorrausetzungen waren auch heute morgen geschaffen und schließlich saßen wir beide am Tisch. Heute jedoch wagte ich es ebenfalls Müsli zu essen. In abgewandelter Form zu Missys Müsil. FEHLER. Großer Fehler. Sie bemerkte es ziemlich schnell, im Gegensatz zu mir. Ich saß also vor einem tobenden, schreienden Kind, das sich absolut nicht beruhigen wollte. Sämtliche Fragen und Beruhigungsversuche scheiterten, sie schrie weiter. Vor einigen Monaten war das ja an der Tagesordnung und wir waren daran gewöhnt, doch seit sie deutlich ruhiger geworden ist bin ich auf solche Ausbrüche nicht mehr ordentlich vorbereitet. Plötzlich, nach gefühlten Stunden, kam mir der Gedanke dass ihr Zorn irgendwas mit meinem Müsli zu tun haben könnte. In Gedanken bei den armen Nachbarn nahm ich also ihre Schüssel - was sie noch zorniger werden ließ - und befüllte sie in der Küche mit blöden Sonnenblumenkernen und ging zurück. Und siehe da: Das Kind änderte die Tonlage, legte den Kopf schief und sagte: Danke Mama. Da sie ja noch so klein ist schenkte ich es mir sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie die blöden Kerne auch schon vorher im Müsli hatte. Morgen esse ich wieder Brot.

Donnerstag, 28. November 2013

Weihnachtliche Vorbereitungen



Es ist ja jetzt bald Weihnachten. Weihnachten mit Kind ist das Größte sagt man ja allgemein.
Die strahlenden Augen...
  • beim Plätzchen backen,

  • beim Wunschzettel malen/schreiben/kleben,

  • beim Baum schmücken, beim Geschenke auspacken

  • und beim Adventskalendertürchen öffnen.

 Die pure Freude. Hm... bei uns sieht das Ganze folgendermaßen aus:

Ich habe tatsächlich schon Plätzchen gebacken und weil ich eine verantwortungsvolle Mama sein wollte, der die gesunde Ernährung ihres Kindes über alles geht habe ich ein bisschen auf Öko gemacht... Mehl selbst gemahlen, Zucker (drastisch) reduziert. Ich will gar nicht viel über das Ergebnis/Produkt sagen außer: Mist. Missy isst sie, aber sie isst auch alles.

Wunschzettel schreiben/malen/kleben kann sie noch nicht, würde ihr auch nicht viel helfen, da wir schon was gekauft haben. Wir dachten solange sie uns da nicht „reinreden“ kann kaufen wir das was wir schön finden.

Baum schmücken... Baum? Welcher Baum? Auf absehbarere (Weihnachts)Zeit(en) werden wir wohl keinen haben, da wir an den Feiertagen gen Heimat fahren und erst um Silvester zurück kommen.


Ok, der nächste Punkt mit den Geschenken kann dann stattfinden. Es sei denn Missy weint wie letztes Weihnachten vor lauter Frust weil sie den Entchenball den wir ihr schenkten nicht greifen konnte.


Und jetzt zum letzten, dem Adventskalender. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe was Basteleien betrifft wenig bis gar keine Geduld und ähnle da wohl meiner Tochter mit ihrem Entchenball. Trotzdem habe ich mir in der Tat überlegt ihr einen gaaaanz tollen Kalender selbst zu machen. Natürlich ohne Süßigkeiten (Öko...) und mit pädagogisch wertvollen Inhalten. Scheiterte dann schlussendlich daran, nachdem ich einige Sekunden darüber nachdachte und meine Geschicklichkeit, gepaart mit der Ungeduld und der niedrigen Frust-Toleranzgrenze in die Überlegungen miteinbezog. In Missys Zimmer ist jetzt ein toller Pixibuch Kalender.



Ich denke dass es auf jeden Fall ein schönes Weihnachten wird, trotz miserabler Plätzchen. Man wird sie sicher loswerden essen. Am Wochenende sind wir zu Besuch bei Freunden... ;-)

Donnerstag, 14. November 2013

Mädchen

Vergangenes Wochenende waren der Informatiker und ich zusammen mit drei anderen weg. Erst Pizza essen in einer Bowling Anlage und anschließend hier. Die drei anderen waren allesamt auch Informatiker. Alle kinderlos. War also eine Premiere für mich seit langem, denn ich weiß ernsthaft nicht wann ich das letzte Mal mit Nicht-Eltern unterwegs war. Abgesehen von meinen Geschwistern und Schülern. Aber zum Abend: Ich saß wohl ziemlich planlos mit am Tisch bzw. kam mir fehl am Platz vor. Was nicht daran lag, dass mir Baby-Themen fehlten. Mir fehlte mehr die ein oder andere Frau. Auch wenn ich in Marburg sehr oft mit Kollegen und Freunden des Informatikers (die dann auch meine wurden) auf Achse war, wurde mir an diesem Abend doch schnell bewusst dass mich meine Missy dahingehend verändert hat, dass ich Freundinnen nicht missen mag. Das ist so ein Mädchen und auch Mama-Ding. Man versteht sich halt besser und anders. Nichts gegen Informatiker, herjeh nein. Aber... naja... hm... Den einen zu Hause habe ich mir ja ausgesucht... aber... naja... gleich vier an einem Abend. Und sämtliche Informatiker die das jetzt lesen werden es insgeheim verstehen. Die Frauen sowieso.

In einer Woche haben meine Mädels und ich dann Premiere. Und zwar zum allerersten Mal eine gemeinsame Abend-Aktivität. Ohne die Minis. Ohne Männer. Nur wir. Auf meine Frage ob wir uns denn ohne erst genannten überhaupt verstehen werden meinte A. „besser“. Ob sie das in Bezug auf die (Schrei)Laustärke meint, kam nicht raus. Auf jeden Fall sei genau diese an dem Mädels-Abend absolut nicht unser Problem... Nächste Woche also ein Hoch auf unsere Männer.

Wie der Abend wird, steht noch in den Sternen, aber ein Reinfall kann es schon gar nicht werden. Schon alleine deshalb weil wir endlich mal nur für uns sind. Nächste Woche also ein Hoch und ein oder zwei Gläser Cosmopolitan auf die Mädchenfreundschaften.

Sonntag, 3. November 2013

Meine Geschichte - Teil 2

... Was in diesem Moment in meinem Kopf vorging weiß ich nicht mehr. Auch die folgenden 1-2 Stunden sind verschwommen. Alles an was ich mich noch erinnern kann, ist dass ich anfing zu weinen und der Arzt das nicht verstand. Ich wusste nicht was das bedeutet und er war auch nicht gewillt mir noch irgendetwas zu erklären, da „das dann ihre Ärztin Frau Dr. H. machen würde...“ Der Assistenzärztin entgleisten sämtliche Gesichtszüge und später als er weg war rief sie mit meinem Telefon meine Mutter an und bat sie zu kommen. In der Zwischenzeit versteckte ich mich in meinem Bett. Ernsthaft. Ja, mit Anfang 20 habe ich mich versteckt. Sämtliche Schwestern konnten mich nicht dazu bewegen etwas zu essen oder zu trinken. Irgendwann ging dann wohl die Tür auf und meine Ärztin war da. Vom folgenden Gespräch weiß ich eigentlich nur noch dass wissen wollte ob ich ab sofort „dumm“ werden würde. Wie geschrieben, ich hatte keine Ahnung von der Krankheit. Sie gab Entwarnung was meine Frage betraf, redete und versuchte mich zu beruhigen. Sie spritze mir nebenbei 1000mg Cortison und sagte davon würde es mir bald besser gehen. Später kamen meine Mutter und auch der Informatiker, den ich wohl irgendwie per SMS diffus gebeten hatte zu kommen. Insgesamt fünf Tage blieb ich im Krankenhaus. An allen bekam ich Cortison was meine Stimmung auflockerte und die ganze Situation regelrecht verschleierte und kaum greifbar machte. Begriffen hatte ich trotz einer eindeutigen Diagnose und den ganzen Informationen über das Krankheitsbild nichts. Und das ist rückblickend auch gut. Denn hätte ich die darauf folgenden Jahre und was sie mit sich brachten erahnt... ich hätte mich wahrscheinlich nur noch im Bett versteckt.

Über genau diese Jahre sollte ich ein Buch schreiben meinen manche. Vor allem in dieser Zeit legte man mir es oft nahe. Ein MS-Krankenschwester die mich eine Zeit „begleitete“ schüttelte so oft den Kopf über meine Erlebnisse mit diversen und unzähligen Ärzten, dass sie der Meinung war es könne ein Bestseller werden. Aber ein Buch über einen vergleichsweise langen Lebensabschnitt der von so viel Frust und Schmerz geprägt ist schreiben? Das wollte ich nie. Zu groß war die Angst dass ich nie Abstand gewinnen kann.
Heute weiß ich nach mittlerweile fünf Therapien – und damit habe ich den Großteil der momentanen Möglichkeiten erschöpft – dass das nie wirklich möglich sein wird, aber das alles aufzuschreiben mich nicht vorwärts bringen würde. Und genau das müsste meiner Meinung nach der Zweck eines solchen Buches sein.
Eine Krankheit wie MS begleitet einen ein Leben lang. Sie wird mich nicht umbringen, aber sie hat mir oft Kraft und Lebensfreude genommen. Sie hat mich trotzdem nicht davon abgehalten mein Studium in Regelstudienzeit zu beenden und mein Referendariat in der vorgesehenen Zeit zu absolvieren. Beides war nicht leicht, da ich in dieser Zeit alles andere als Ruhe vor ihr hatte. Trotzdem wäre ich nie bereit gewesen eins der beiden zu verlängern. Und das wurde mir oft genug von den entsprechenden Stellen angeboten. Nicht etwa weil sie es mir nicht zutrauten, sondern weil sie alle besorgt waren. Genau diese vielen positiven Unterstützungen haben mich immer wieder ermutigt und stark gemacht.

Auch wenn ich eigentlich der Meinung bin, dass nicht alles Schlechte, etwas Gutes mit sich bringen kann, denke ich mittlerweile doch, dass die MS mich persönlich weitergebracht hat. Sie hat einen anderen Menschen aus mir gemacht. Nicht sofort und in manchen Lebensmomenten auch nicht zum Positiven, aber auf jeden Fall zu einem anderen. Diese Entwicklung wird wohl immer weitergehen und es werden definitiv – da mache ich mir gar nichts vor – auch Phasen geben in denen ich mich wieder am liebsten nur verstecken mag. Aber das gehört eben dazu. Sowohl bei einem kerngesunden Mensch als auch bei einem anders gesund lebenden.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Meine Geschichte - Teil 1

Hin und wieder werde ich daran erinnert. Manchmal sind die Auslöser ein Zeitungsartikel der sich mit dem Thema befasst, Lebenssituationen von anderen die meiner damaligen entfernt ähneln oder schlicht der kleine Krankheitsschub, der sich wohl doch als solch einer entwickelt hat. All das bewirkt manchmal (glücklicherweise nur noch selten) meine ganz persönliche Rückschau auf den Sommer 2004. Und weil schon zu oft Menschen zu mir sagten, ich solle ein Buch schreiben erzähle ich jetzt wie es anfangen könnte...

Es war der 20. Juni 2004. Ein Sonntagmittag. Ich hatte bereits seit knapp zwei Wochen Kopfschmerzen. Nicht normale Kopfschmerzen, die nach einer Tablette verschwinden. Seltsame und nervige Kopfschmerzen. Der Hausarzt vermutete Migräne und meinte es würde wieder vergehen. Am besagten Wochenende jedoch verschlimmerte sich das ganze so rapide dass ich zudem auf dem linken Auge kaum noch sehen konnte. Sonntags fing es an mir Angst zu machen und schneller als ich darüber nachdenken konnte packten mich der Informatiker und mein Vater ins Auto und fuhren mich in die 30km entfernte neurologische Notambulanz eines Klinikums. Dort wurden wir schon erwartet, da meine Mutter bereits dort angerufen hatte. Innerhalb der folgenden sechs Stunden kümmerte sich eine Ärztin rührend um mich, piekte mir neben anderen zahlreichen Untersuchungen in meinen Rücken, gab mir irgendwann die Diagnose „Hirnhautentzündung“, hängte einen Tropf an und verfrachtete mich in ein Krankenzimmer in dem ich übernachten sollte. Ich war irgendwie erleichtert, da ich davon ausging am nächsten Tag nach Hause zu können. Dass es dann schließlich knapp eine Woche dauern würde, ahnte ich damals nicht im Geringsten. Wie auch, denn ich dachte mit dem Rückenpieken hätte man mich genug geärgert. Am folgenden Tag durfte ich nach dem Frühstück direkt zum richtigen Untersuchungsmarathon. Das verwirrte mich, aber scheinbar kam ich auch hier nicht auf die Idee, dass irgendwas nicht stimmt. Mehrere Stunden verbrachte ich bei diversen Menschen die diese Idee wohl hatten. Es sagte allerdings keiner irgendetwas zu mir. Wieder im Krankenzimmer angekommen war ich froh endlich meine Ruhe zu haben und mein Mittagessen zu essen. Das wurde dann jedoch kalt, da mir der Appetit ziemlich schnell verging. Die Tür ging auf und ein Arzt, den ich nur „nebenbei“ kennengelernt hatte und eine Assistenzärztin kamen herein. Die Ärztin die für mich zuständig war folgte den beiden nicht. Er setze sich neben mich auf das Bett (mag ich ja so gar nicht) und sagte: „Frau. H. (Mädchenname), ihr Gehirn weist im MRT starke Nervenschäden auf. Das alles in Verbindung mit den anderen Untersuchungsergebnissen weist auf eine klinisch sichere multiple Sklerose hin. Momentan haben sie einen Schub mit einer Sehnerventzündung“ PENG.

Fortsetzung folgt

Montag, 28. Oktober 2013

„Oma Nupefn!“

Probleme gibt es nicht, das sind alles Herausforderungen... Wer diesen Satz zum ersten Mal gesagt/erfunden hat war unter Garantie ein Mann und ein kinderloser dazu.
Seit mindestens einer Woche hustet und schnieft sich Missys Tagesmama so durch den Tag. Ich wartete eigentlich stündlich mit ihrer Kapitulation. Die kam dann am vergangenen Donnerstag. Mit kaum hörbarer Stimme entschuldigte sie sich und meldete sich krank. Zu Hause legte ich Missy ins Bett und machte mich an die Herausforderung. Der Informatiker versprach direkt und schlussendlich sehr zur Freude meines Chefs sich einem halben Tag frei zu nehmen. Den Freitag verbrachten Vater und Tochter einträchtig und abends waren wir beide der Meinung es gut hinbekommen zu haben. Voller Vorfreude überlegten wir was wir am kommenden Montag und Dienstag Vormittag alles machen könnten da er sich extra Urlaub genommen. Wir wollten diese Zeit zu zweit mal hübsch angehen, während Missy wie gewohnt zur Tagesmama gehen sollte. Jetzt mag es vielleicht einen Aufschrei geben, aber jede Mama und jeder Papa eines Kleinkindes können unsere Planung garantiert verstehen. Manchmal braucht man einfach mal eine kleine Auszeit. Und wenn die Eltern zufrieden sind ist es auch das Kind. Und DAS steht jetzt aber wirklich in jedem Babyratgeber. Das Wochenende verflog und am Sonntag Abend klingelte das Telefon. „Ja, da kann man nichts machen,“ sagte ich, „ruhen sie sich lieber richtig aus... nein, das bringt ja nichts... hm... ja... es sind ja sowieso Herbstferien... genau... gute Besserung!“ So viel zum schönen Frühstücken. Dem Informatiker war für den Bruchteil einer Sekunde anzusehen dass er überlegte eventuell doch zur Arbeit zu gehen. Hat er dann aber nicht getan, sondern heute Morgen die Autos sauber gemacht. Und gekocht. Was habe ich gemacht? Ich war mit Missy spazieren in aller Herrgottsfrühe, weil sie recht schnell quengelig wurde. Sie fragte die halbe Zeit nach „Auto?“ und brachte mir Rucksack und Schuhe in der Hoffnung ich fahre sie zu den anderen Kindern und Oma U. (zur Erklärung: Die Tagesmama lässt sich von allen drei Kindern Oma nennen, da ihre Enkelin auch oft bei ihr ist). Sie gab sich erst zufrieden als ich ihr versprach dass wir zu einem Elterncafé gehen und sie dort andere Kinder treffe und dass die Tagesmama Husten und Schnupfen habe. Daraufhin erklärte sie allen beim Elterntreff dass Oma einen „Nupfen“ habe und hustete dabei zur Erklärung theatralisch. Sie ist ja so emphatisch J 

Was da jetzt eine Herausforderung war? Das Kind zu überzeugen dass es manchmal gezwungenermaßen anders laufen muss wie gewohnt. Sie hängt nämlich doch sehr an ihrem Gewohnten. "Hat sie von dir," meint der Informatiker regelmäßig. "Hat sie von dir," denke ich mir regelmäßig. 

Montag, 21. Oktober 2013

„Und?“ Serie?“


Wenn man schon eine Weile zusammen ist, dann hat man irgendwann eben genau das was man im Anfangsstadium noch als schrecklich und spießig abgetan hat. Man wird „normal“ oder eben noch „normaler“. Manchmal ist das auch gleichzusetzen mit langweilig und/oder spießig. Und es trifft über kurz oder lang (fast) jeden. Der Informatiker und ich haben jetzt schon satte 13 Jahre auf dem Buckel und planen, wie ja auch (fast) jeder noch ein paar Weitere. Die rosa Wölkchen Phase haben wir also durch. Vor einigen Tagen stellte ich dann – mal wieder- fest, dass unsere Abende ja doch immer gleich ablaufen und wir saßen schlussendlich schulterzuckend auf der Couch weil uns nichts einfiel was wir anders machen könnten.
Unser Abend sieht von Montag bis Samstag folgendermaßen aus: Missy wird um 19 Uhr ins Bett gebracht und schläft daraufhin in der Regel sofort ein und meldet sich vor dem Ablauf ihrer 12-13 Stunden Schlummerzeit nicht mehr. Nun macht jeder seinen Kram für sich und man trifft sich anschließend gegen ca. 20 Uhr auf der Couch. Der Informatiker holt die Fernbedienungen und meint: „Und? Serie?“. Sonntags stellt sich die Frage nie, es sei denn es kommt ein Polizeiruf. Ansonsten schaut Familie Normalo "Tatort". So wie es sich eben gehört. Alles ziemlich vorhersehbar.
„Was machen denn andere Paare so?“, frage ich also in der Hoffnung dass dem Informatiker dieses Mal vielleicht irgendein interessantes Paar untergekommen ist, was „anders“ ist. Das letzte Mal dass ich ein solches Gespräch angefangen habe ist immerhin schon drei Wochen her. Mindestens! Er habe halt kaum Eltern im Kollegenkreis meint er. Hatte er vor drei Wochen auch schon nicht. Hm. Und nur diese Gruppe könnten wir bei meiner Frage berücksichtigen. Hat er wohl recht, denn kinderlose Paare können spontan sein. Abends mal zügig in die Karibik fliegen und so was. Meine Kolleginnen (schon wieder nur Frauen an der Grundschule...) sind alle entweder älter, geschieden oder arbeiten laut eigener Aussage nach Schulschluss bis Schulbeginn am nächsten Morgen durch. Ich behaupte also, dass auch ich niemanden für neue und andere Abendbeschäftigungsideen beisteuern kann. Hm.
Nichts gegen die Serien die wir schauen, aber sind wir jetzt schon so alt, dass uns nicht mal mehr etwas anderes einfällt? Früher haben wir hin und wieder ein Computerspiel zusammen gespielt, aber das fand er dann irgendwann langweilig weil ich mehr damit beschäftigt war schöne Häuschen zu bauen und die süßen Schafe zu sammeln. Sprich das Spiel war meist nach zehn Minuten fertig und meine Schafe kaputt L

„Ich blogge da mal drüber,“ meinte ich zum Abschluss des Gesprächs, das eigentlich gar keins war, in der Hoffnung dass meine lieben Leser dem Normalo-Pärchen mehr Inhalt für die nächste Diskussion in drei Wochen geben...?!? ;-)