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Donnerstag, 30. Juli 2015

Auf der Suche nach dem Glück - Teil 3: Das Glück der Anderen

Im letzen Posting schrieb ich von Fragen die ich verschiedenen Freunden und Bekannten zukommen ließ. Heute stelle ich zwei dieser Beantwortungen vor. Zwei liebe Freundinnen standen mir Rede und Antwort zu den folgenden Fragen ihr Glück betreffend:

  1. Was hat dich heute glücklich gemacht?
  2. Welche Menschen sind dir wichtig/wer macht dich glücklich?
  3. Wann warst du das letzte Mal unglücklich und warum?
  4. Was hat dir dabei geholfen wieder fröhlicher/glücklicher zu sein?
  5. Kannst du von dir sagen, dass du ein glücklicher Mensch bist? Warum?
  6. Was ist deine persönliche Definition von Glück“


R. antwortete:

Zu 1. Als meine Jungs (3 1/2 Jahre und 1 Jahr) sich heute ihr Essen gemeinsam geteilt und sich beide darüber laut gefreut und angelacht haben. Sie hatten sichtlich Spaß zu zweit zu essen und sich gegenseitig zu füttern. Dieser Moment hat mich heute ganz besonders glücklich gemacht, denn die Eifersucht war  vergessen und ich habe gedacht: "Ja, Du hast wohl doch alles zwischen den beiden Richtig gemacht." 
Es ist unbeschreiblich schön zu sehen, dass sich die beiden  auch sehr gut verstehen können. Ich muss noch etwas ergänzen, denn während ich hier schreibe habe ich Nachricht von meiner Familie aus Syrien erhalten. Ja, jetzt bin ich unendlich glücklich.   
 Zu 2. Meine Familie und Freunde, aber auch Hilfsbedürftige. Mich macht es  glücklich, wenn ich jemanden helfen konnte (es können auch mir völlig Fremde sein) und dafür ein kleines Lächeln bekomme. 
 Zu 3 und zu 4. Vorgestern war ich ziemlich unglücklich, weil ich mich nicht mehr beherrschen konnte und völlig ausgeflippt bin. Mich hat es tief getroffen und auch sehr erschreckt, dass mich mein Ältester (3 1/2Jahre) so auf die Palme bringen konnte, dass ich mich für einen Monent ganz vergessen habe. Ich war und  bin inmer noch über meine Reaktion sehr unglücklich. Was mir aber geholfen hat, ist das Gespräch mit Freunden und vor allem die Reaktion meines Mannes, der sehr verständnisvoll ist und mich einfach in den Arm genommen hat.   
Zu 5. Ja, ich bin ein glücklicher Mensch! Denn ich habe einen liebevollen Mann, zwei gesunde Kinder, Habe viele liebe Menschen um mich herum, meinen Eltern, Brüdern und meiner restlichen Familie geht es gut. Ich habe tolle Freunde und lebe in Freiheit und Frieden und kann mich über das Leben freuen. Und ich bekomme jeden Tag von meinem Sohn mindestens eine Blume geschenkt    
Zu 6. Glück ist, wenn man anderen eine Freude machen und sich selbst über Kleinigkeiten freuen kann. Wenn Dich keiner und nichts glücklich macht, dann liegt es daran, dass Du niemanden glücklich machst. Denn das Glück liegt oft nur in einer kleinen Geste - einem Lächeln.

Assunta antwortete:
 
  1. Ein Eiscafé mit viel Sahne
  2. Meine Kinder sind mir sehr wichtig und meine Freunde machen mich glücklich.
  3. Im meinem Leben gibt es immer Momente, in dem ich unglücklich bin. Aber wenn ich nach den Grund suche, finde ich keinen….allgemeine Unzufriedenheit.
  4. Das Sprechen mit meiner besten Freundin…sie ist Balsam für meine Seele.
  5. Von außen gesehen, sollte ich ein glücklicher Mensch sein, aber ich bin es nicht….warum??? Es wäre schön das zu wissen…
  6. Ich glaube Glück kann man nicht definieren. Es ist ein Augenblick, eine Situation…oder nur das Bewusstsein, dass jeder Tag, der anfängt voller toller Überraschungen sein kann…

Liebe R., liebe Assunta, vielen Dank für die sehr ehrlichen und schönen Antworten. Ich bin sehr froh euch beide kennengelernt zu haben. Das sage ich euch, fürchte ich, viel zu selten. Fühlt euch gedrückt.



Mittwoch, 29. Juli 2015

Auf der Suche nach dem Glück - Teil 3: Das Glück der Anderen

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Im Rahmen meiner Suche nach dem Glück erscheint es mir wichtig und interessant verschieden Ansichten zu hören, zu durchforsten um eventuell bereits hier das Eine oder Andere "abzugreifen". Kurz gesagt: Dem Glück näher kommen indem ich das Glück anderer sichtbar mache - sei es für mich selbst oder wiederum für andere Menschen. 
Ich gab in den letzten Tagen einen kleinen Fragebogen an verschiedene Freunde und Bekannte heraus. Die Resonanz war erfreulich und so häufen sich die Rückmeldungen. Jede für sich genommen ist interessant zu lesen, denn hinter allen Antworten steckt so viel Individualität. Alle gesammelten Antworten erscheinen ab sofort regelmäßig in Teil 3 meiner Glücks-Suche.
Den Anfang macht ein ganz wunderbarer Text eines Freundes.
Lieber P., wie bereits gesagt: Es war eine Freude es zu lesen und du hast mich definitiv dein persönliches Glück spüren lassen. Danke dafür! (Und einen schönen Urlaub):


Liebe Angela,  es ist schon ein bisschen her, dass ich mich mal mit "Glück" auseinandergesetzt habe. Im Ethik-Unterricht haben wir damals das typische Stück von kategorischem Imperativ vs. Utilitarismus durchexerziert. Meine Antworten sind aber viel einfacher als diese philosophischen Traktate: Glücklich macht mich meine Familie, die ich gestern wie ein Hühnerhaufen kichernd und gackernd vorfand, als ich nach Hause kam. Unglücklich bin ich nur, wenn meine Frau mal wieder nächtelang nicht richtig geschlafen hat, das nimmt mich auch immer etwas mit. Ich bin ein glücklicher Mensch, weil ich die Gelegeheit habe, viel zu sehen und auszuprobieren; weil ich nicht allein bin; und weil ich Freunde habe, die dasselbe wollen wie ich. Ein Glück wäre es, verliefe das Leben nach dem Motto: Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Persönliches Glück ist, wenn man sich mit anderen Menschen dafür stark macht; eine glückliche Gesellschaft gibt es aber erst, wenn wir der Armut, Hoffnungslosigkeit und Kriegen ein Ende bereitet haben. Brecht schreibt vom Glück des Gebens; ich sehe das genauso.

Dienstag, 28. Juli 2015

Auf der Suche nach dem Glück - Teil 2: Glück ist einfach Glück

Als Grundschullehrerin kann man ja viele schöne Sachen machen. So zum Beispiel dem Kunstunterricht einen Klecks Philosphie verpassen. So geschehen am vergangenen Freitag. Ziel war es, dass die Schüler ein Kleeblattbild mit Wasserfarben malen. Auf jedem dieser Kleeblätter sollten persönlcueh Glücksvorstellungen verewigt werden. Den Stundeneintieg machte eine Mind Map an der Tafel. Mittig schrieb ich "Glück" an und gab die Kreide an die Kinder ab. Nach anfänglichem Zögern und Schulterzucken bekam das Ganze einen Eigenantrieb und schließlich sprudelte es nur aus ihnen raus. Das Ergebnis (die komplette Tafel war beschrieben, hier nur ein Ausschnitt) sah so aus:
Die Kinder zeigten sich zufrieden mit ihren Ergebnissen und gestalteten anschließend tolle Bilder. Ich selbst fand es sehr interessant was Grundschulkinder mit Glück verbinden.
Am meisten berührte mich allerdings ein Satz, den ein Junge zu mir sagte: Na Frau S., das ist doch alles nicht so kompliziert.  
Glück ist einfach Glück.

Und darüber denke ich immer noch nach...

Freitag, 26. Juni 2015

Warten

Heute war ich (mal wieder) beim Arzt und da musste ich das tun, was ich eigentlich immer tun muss seit wir hier in Karlsruhe wohnen (ernsthaft: Früher war das nicht so): Ich musste warten. Eine Stunde lang. Trotz Termin. Passiert mir wirklich bei jedem Arzt hier. Nun ja, deswegen zurück ziehen? Eher nicht.
Mir fiel während der Warterei ein, dass ich irgendwann mal einen Blog Post dazu geschrieben hatte. In meiner frühen Blogger Zeit sozusagen. Und genau dieser erfährt hiermit sein Comeback, denn Warten ist ja schließlich immer noch "in".


Über das "Warten" 

Warten kann viel bedeuten. Warten aufs Christkind kann ja noch ansatzweise Spaß machen. Dieses Warten ist dann aber eher Vorfreude. Wartet man jedoch zum Beispiel auf eine Nachricht, einen Anruf o.ä. kann Warten ein ziemlicher Mist sein.
Ist man eher von der ungeduldigen Sorte Mensch, hat man manchmal keine große Freude. Man wuselt nur noch herum, hat keine Ruhe und die Konzentration verabschiedet sich.
„Sei doch nicht so ungeduldig“ Ja und dann? Dann ist man ruhig, schont die Nerven, ist die Gelassenheit in Person. Das stimmt wohl, aber dadurch wird das Warten auch nicht verkürzt.
Sicher ist Ungeduld nicht immer angebracht. In einer Warteschlange im Supermarkt zum Beispiel. Immer wieder wunderbar anzusehen, wenn Menschen sich beinahe in die Hemdkragen kriechen, nur um schneller an der Reihe zu sein. Oder beim Arzt im Wartezimmer. Hier bringt dann die Ungeduld sehr oft eine weitere Eigenschaft hervor – das Meckern.
Also wohin mit der Ungeduld? Ablenkung! Mit anderen Dingen beschäftigen. Mal ein gutes Buch lesen, einem Hobby nachgehen, raus an die frische Luft. Ja, da fühlt man sich wie ein geduldiger, tugendhafter Mensch. Das ist doch toll… wenn’s klappt…
Aber was wenn sich das gute Buch als noch schlechter als bislang geglaubt entpuppt, das Hobby plötzlich Ergebnisse liefert die selbst ein Kindergartenkind besser hinbekommen hätte und der Spaziergang im lustigen Matsch stattfindet?
Hm…
Neue Lösung? Es gibt keine! Warten ist eben warten. Und warten ohne Meckern, motzen und Nervosität hat ja doch mehr Stil. Deshalb einfach mal einen Kamillentee trinken oder einen Blog-Eintrag schreiben…

Freitag, 3. April 2015

Aktuelles von der Großeltern-Front

Gestern Großeltern im Doppelpack..."Uff", denkt die böse Mama, die momentan meist mit folgendem Satz beschäftigt ist: "Nein, nicht noch mehr Schokolade!"

Heute mal aus der mütterlichen Vogelperspektive während des Fahrrad-waschens:

Oma und Opa machen sich bereit um mit dem Kind spazieren zu gehen
Missy komm Schuhe anziehen. Ich helfe dir. Alleine? Komm ich helfe dir. Na gut, dann mach alleine. Nicht diese Schuhe. Doch? OK. Komm ich zieh sie dir an. Prima, du kannst das ja wirklich. Oh, Mama schaut so grimmig.
Ja Opa kommt auch mit. Willst du das Dreirad nehmen? Opa, hol das Dreirad raus. Oder lieber den Puppenwagen? Mama meint du sollst mal mit dem Dreirad fahren. Prima, da wird sie sich freuen. Vorsicht beim Treppen runter laufen, soll Opa dich besser tragen? Hör mal, deiner Mama ist wohl der Wassereimer umgefallen... Toll wie du die Treppe runterläufst. Ja die Mama wäscht ihr Fahrrad. Nein wir gehen jetzt spazieren. Vorsicht, da sitzt eine kleine Spinne. Pass mal lieber auf. Ja ich habe auch Angst vor Spinnen. Ich glaube deine Mama hat gerade irgendwas gerufen. Vielleicht hat sie auch Angst vor der Spinne. Nein, meinst du? Du musst die Spinne jetzt nicht retten. Das macht ihr zu Hause immer? Komm wir gehen jetzt. Da ist ja auch der Opa mit dem Dreirad. Toll wie du das kannst. Super. Weiterfahren. Weiterfahren. Weiterfahren. OK, dann dreh um und ich hol den Puppenwagen, oder Opa. Ich kann dir auch noch eine Puppe holen. Opa hol mal eine Puppe. Schau wie schön sie jetzt drin sitzt. Du willst eine andere? Opa, hol eine andere. Die auch nicht? Hm, doch lieber ein Kuscheltier? Ok, die erste Puppe wieder.
Nein die Mama will wohl lieber mal mit dem Fahrrad fahren. Nein, wenn sie neben uns fährt fällt sie um. Ja, wenn du groß bist kannst du auch Fahrrad fahren. Nein, jetzt drehen wir nicht mehr um und holen dein Dreirad. Nicht traurig schauen, du bekommst auch später dafür ein Schokoei. Nein, keine Sorge, Mama musste bremsen. da saß ein Käfer...

Böse böse Mama (die bis Ostersonntag absolutes Schokoverbot ausgesprochen hat - selbstverständlich nur um die Großeltern zu ärgern))

Donnerstag, 12. März 2015

"Nein!"

Heute war kein guter Tag. Warum? Darum:

Morgens...
"Doch genau diese Hose ziehst du an. Nein, das mache ich jetzt, wir müssen uns beeilen. Ja, dieser Pulli, nein alle anderen hast du vollgesaut. Doch stimmt. Nein du schaust jetzt nicht im Schrank nach. Da musst du jetzt auch nicht weinen. Etwas leiser bitte, Papa schläft noch (haha, NOCH)
...
Nein, das ist nicht dein Glas, hier ist deins. Nein, lass mein Glas stehen. MISSY! Was soll das? Jetzt kann ich den ganzen Saft aufwischen. Nein du wirfst das Glas nicht noch einmal um. Nicht so brüllen. Da brauchst du dich auch nicht unter dem Tisch verstecken. Prima, jetzt hast du Papa wachgebrüllt...
...
Doch du musst auch heute morgen Zähne putzen, ja auch Hände waschen. Doch! Doch! Mach es jetzt endlich oder ich übernehme das. Nicht brüllen.
...

Nach der Arbeit...
Oh Post. Was wollen die denn? Bitte? Bitte was? Eine Mahnung? Für einen Kauf den ich vor 2 Jahren gemacht habe und bezahlt habe? Gehts noch?
...
Ja, Hallo ich habe eine Mahnung bekommen ... bla bla bla... Sie haben mir damals schon Mahnungen geschickt und jedes Mal wenn ich mit ihnen telefonierte, entschuldigten sie sich für das Versehen und räumten ihren Systemfehler ein. Jetzt reichts mir aber. Natürlich zahle ich die Mahnung nicht! Selbstverständlich auch nicht ihre Mahnungsgebühren. Ja bitte leiten sie es weiter. Ja ich bin sauer. Sie drohen mir mit einer Anklage, was soll das?


Mittags im KiGa...
Sie hat bitte was gemacht? Sich in einem Busch versteckt und steckte dann fest? Sie musste mit zwei Erziehern rausgezogen werden? Ach daher dann die Schrammen?
...
Ja, wir gehen jetzt nach Hause. Komm anziehen. Nein, nicht weglaufen. Schuhe an. Schuhe an. Schuhe an. SCHUHE an. JETZT.
...

Zu Hause...
Ja hier ist dein Joghurt. Nein, einer reicht. Missy einer reicht. Nein du kannst gar keinen Hunger mehr haben. Nein, du bekommst jetzt keine Banane mehr. Es reicht. Brauchst du auch nicht jammern. Himmel was ist denn jetzt schon wieder los? Wollen wir einen kleinen Ausflug machen? Dann los.

Ausflug...
Schau die Babyziegen. Ja süß. Hier, ich habe eine Futtertüte gekauft, willst du sie mal füttern? Nein, das ist Essen für die Tiere. Nein ich habe keine Banane dabei, du hast gegessen. Komm, fütter mal die Ziegen. Warum denn nicht? Dann gib es mir. Was willst du denn sonst damit machen? Nein nicht das Futter auf den Weg streuen, da sind keine Ziegen. Genau, du schaffst das, schau sie freuen sich. Nicht doch, nicht weinen, die Ziege hat das nicht böse gemeint. Ja, manchmal fressen Ziegen auch Tüten. Nicht weinen. Nein, ich kaufe kein neues Futter. Ja, ich will auch heim.


Und was definitiv das Schlimmste an solchen verkorksten Tagen ist, die Erkenntnis dass das häufigste Wort mal wieder "Nein" war.

Montag, 12. Januar 2015

12 von 12

Juhu, endlich hab ich es mal wieder geschafft bei 12 von 12 mitzumachen. Den ganzen Tag über konnte man meine Ergebnisse schon hier verfolgen und jetzt wo Missy im Bett liegt auch hier:
Tata... bitte schön:

An der Arbeit erst mal die lieben Schüler geärgert...


Danach mit einem Blick aus dem Lehrerzimmerfenster mal wieder festgestellt dass die Nachbarschaft irgendwie gewöhnungsbedürftig ist.

Also zügig Feierabend und ein wenig Druck gemacht :-)

Und dann nichts wie heim... mit Take That... uhhh...

Mittagessen "gekocht"

Dabei mein liebstes neues Buch weitergelesen.

Nachtisch?

Nachtisch!

Missy aus de KiGa abgeholt. Mit erfreulichen Nachrichten und deshalb gibts dann leckeren Schoko-Joghurt.

Stadt-Ausflug mit...
... Schlittschuhlaufen-gucken bei 9 Grad
und...

weniger erfolgreichen Schuhkauf-Versuchen. (Für beide Beteiligten)

Abschließend schwelgten wir in weihnachtlichen Rückerinnerungen.

Ein schöner und entspannter Tag, unter anderem aber auch wegen der Begrüßung heute morgen durch meine 7. Klässler: "Es ist wirklich schön dass sie wieder da sind, Frau S.!" Da lächelt man doch. Vor allem wenn man kurz vorher von einer Kollegin empfangen wird mit der Frage nach meinem Befinden und der Anmerkung dass sie ja auch mal eine Freundin mit Multiple Sklerose hatte. Diese sei dann daran gestorben.
Bitte schön, danke schön, auf Wiedersehen...

Donnerstag, 1. Januar 2015

Frohes neues altes Jahr

Und wieder ein neues Jahr. Wie habe ich es angefangen? Unspektakulär, nämlich in der hessischen Heimat. Am aufregendsten war es wohl für Missy, die dieses Silvester nämlich zum ersten Mal nicht verschlafen hat sondern aufwachte und ängstlich meinte: "Es brummt so laut". Also schaute man sich das Brummen gemeinsam an und das wars dann auch. Fragte man sie heute wie es ihr gefallen habe zuckte sie lediglich mit den Schultern.
Schulterzuckend sitze ich nun hier und überlege ob ich mir vielleicht etwas Kluges für das neue Jahr vornehmen sollte. Wahrscheinlich und besser sollte ich es mal gleich lassen. Blicke ich nämlich auf das letzte Jahr zurück muss ich erkennen dass da nicht viele Erträge zu erkennen sind von den "guten Vorsätzen". Man fragt sich ja leider doch immer mal wieder am Ende eines Jahres was man eigentlich unter dem Strich erreich hat.
"Bravo, du Pfeife", muss ich dann zu mir selbst sagen...
Das Kind erzieht man zu oft plan- und orientierungslos, zu oft verliert man sich in Vorwürfen wegen der Berufstätigkeit plus Kind, zu oft streitet man sich mit (mit sämtlichen Beteiligten in sämtlichen Lebenslagen) und zu oft nimmt man sich Dinge vor. Und das Schlimmste: Zu oft reflektiert man dass man eben jene wieder nicht umgesetzt hat, nur um sie sich erneut vorzunehmen und so weiter und so weiter. Der Mensch an sich ist schon wirklich doof oder vielleicht auch einfach nur faul. Ob jetzt das Eine oder das Andere schlimmer ist sei mal dahin gestellt.

Mein letztes Jahr? Da wollte ich doch alles anders machen als noch in Marburg. Mich selbst neu "machen". Mal anders auf Menschen wirken. Wie wirke ich jetzt nach 1,5 Jahren Karlsruhe? Reflektiert (haha) betrachtet wahrscheinlich zu oft überfordert, überspannt, nervös, traurig, zu ruhig. Beruflich klappt es ganz gut, laut Meinung des Informatikers stecke ich aber wohl wieder zu viel ein. Mache zu wenig den Mund auf, wehre mich zu wenig wenn es angebracht wäre. Kann man nun an dieser Außenwirkung noch etwas ändern oder muss ich wieder erst damit warten bis ich in eine neue fremde Stadt ziehe?
Himmel, noch nie habe ich weniger gewusst wer ich eigentlich bin als in diesem Jahr. Trotz Freunde, Missy und Informatiker bin ich verlorener als jemals zuvor. Ist wohl auch nicht sonderlich förderlich für Bekanntschaften und Beziehungen.
Man/ich versuche trotzdem immer wieder Besserung zu loben und es ist wohl auch nur dieser innere Schweinehund der überwunden werden müsste um endlich mal nicht nur zufrieden sondern GLÜCKLICH zu leben.
Man/Ehemann/Tochter/Freunde/Bekannte verzeihen mir bitte alle gesammelten Nachlässigkeiten in jedweder Beziehung. Es war nie so gemeint wie es vielleicht manchmal ankam.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr. Darauf dass jeder sein Glück findet. Ich für meinen Teil wäre schon zufrieden wenn ich endlich mal sehen würde welches Glück bereits vor meinen Augen ist.



Dienstag, 23. September 2014

Sommerloch


Zugegeben, hier war ja weniger als nichts los in der letzten Zeit. Müßig irgendwelche Ausreden zu finden. Mir war schlicht nicht danach. Passiert. Oder: Dann ist das halt so. Womit ich dann auch direkt mal den Einstieg habe. Diese Aussagen wie "Passiert" oder "Dann ist das halt so" werden ja momentan inflationär benutzt. Ich kenne kaum jemanden der während eines (längeren) Gesprächs eben jene nicht fallen lässt. Scheint wie eine Art Virus zu sein. Gibts denn irgendein Buch in dem die neuen hippen Gesprächsfloskeln stehen? Selbst vor meinen Eltern machen sie nicht halt. Ich warte nur auf den Tag, an dem Missy mir mit einem "Passiert" um die Ecke kommt.

So viel zum Einstieg. Was passiert sonst noch so? Schule hat wieder angefangen und ich war bereits am ersten Tag noch vor der ersten Stunde heiser. Die Heiserkeit nach sechs Wochen Pause ist keine Seltenheit, dass ich allerdings schon vor dem ersten "Guten Morgen" kaum einen Ton rausbekomme ist neu. Schuld ist der allseits bekannte und heimtückische Kindergarten-Husten. Nachdem nämlich auch die KiTa Ferien vorüber waren und Missy die ersten Stunden verbrachte, stellten wir fest dass auch die Viren die Ferien beendet hatten. Bis vor kurzem schwang ich noch große Reden dass diese mir nichts anhaben können. Immerhin hatten wir uns ja schließlich nach den meinen Berufsjahren miteinander arrangiert... die Kinderkeime und ich. Eigentlich. So huste ich also seit geraumer Zeit fröhlich vor mich hin.
Und sonst? MS? Nichts. Am Donnerstag habe ich meinen regulären Neurologen Kontroll-Termin. Und da ich brav war und mich rechtzeitig um die regelmäßige Blutuntersuchung gekümmert habe wird es nichts zu meckern geben. Fein.
Zu Hause? Wir waren im Urlaub auf Norderney. Schöne Sache. Ich würde sogar fast so weit gehen und sagen dass es "richtiger Urlaub" war. Abgesehen von der Autofahrt hin und zurück, da unser Brülläffchen Fahrten ab zehn Kilometer immer noch zum heulen findet. Bravo. Aber es sind ja alles nur Phasen also vergibt man. Was soll man auch sonst machen.


Missy? Redet wie ein Wasserfall und bockt. "Warum soll es dir denn besser gehen als allen anderen?", meinte kürzlich eine Kollegin als ich ihr von einem neuerlichen Wut Total-Ausfall meines Monsters erzählte und hielt mir Schokolade entgegen damit sich meine Gesichtsfarbe änderte. Soviel dazu. Mehr braucht man/Mama da auch gar nicht mehr sagen.
Informatiker? Hat uns mal nebenbei ein neues Auto gekauft. Und ich fahre es :-)

Das war es erst mal und hiermit melde ich mich offizielle aus dem/meinen Sommerloch zurück. Immerhin ist ja jetzt auch Herbst.

Montag, 7. Juli 2014

Faulheit

Ach herjeh, ist das furchtbar wenn man es sich so gemütlich gemacht hat und am liebsten alles genau so lassen würde.
Furchtbar aber auch wenn man im Kopf so viele mögliche Projekte hat und es nur an einem mangelt. Am Antrieb. Mittlerweile ist Missy beinah 2,5 Jahre alt und ich kann sie nicht mehr wirklich als Grund vorschieben dass ich zu nichts kommen würde. Ich lebe und arbeite vernünftig in der neuen Stadt, habe Anschluss gefunden und vereinsame folglich nicht. Außerdem kann ich mich über fehlende (Frei)Zeit nicht beklagen. Sämtliche Faktoren würde also für "Projekte"sprechen. Welche Projekte? Kleine bis hin zu Großen. Angefangen beim regelmäßigeren Besuch im Fitnessstudio bis hin zu einer Idee, die noch nicht im Entferntesten spruchreif ist (Nein, kein zweites Kind!). Woran hängt es dann also, dass ich kaum was angehe und während meiner freien Zeit lieber lese, lese, lese? An nichts weiter als der Bequemlichkeit. Liege ich dann Abends im Bett bin ich wenigstens konsequenterweise so unzufrieden wie selten vorher. Wie gesagt... früher konnte ich wenigstens noch Missy, die MS (obwohl ich zu deren Hochzeiten einen enormen Antrieb entwickeln kann), die frühere Depression oder einen stressigen Arbeitstag als "Entschuldigung" vorschieben. Was schreckt denn dann wirklich vor dem "Anfangen und Angehen gewisser Projekte" ab? Der Gedanke und das Wissen dass es zu viele andere Menschen gibt, die sicherlich genau das Gleiche (besser) machen und ich schlichtweg immer in der Menge untergehen könnte. "Das wird immer so sein. Das sollte dich aber eher anspornen und nicht abschrecken", meint dazu mein Informatiker. Ich solle es versuchen, egal was. Hat er wahrscheinlich recht. Mal wieder.

Dienstag, 17. Juni 2014

Urlaub

Wir waren im Urlaub. Eine Woche. Mit den Schwiegereltern. Im Allgäu.

Und und und.... es war schön. Wir hatten nicht nur super Wetter, sondern auch noch eine beinah albern schöne Landschaft, eine Missy mit top Laune und Großeltern die ihr Enkelchen am liebsten Nonstop betreut hätten. Was will man also mehr? Selbst Internet war am Start. Ich hätte ja eigentlich auch längst gebloggt, doch bei jedem Versuch ein Bild hochzuladen legte ich scheinbar das gesamte Internet des Allgäus lahm.
In der Hoffnung dass ich Selbiges mit Karlsruhe nun nicht mache... bitte schön:


Ausblicke
 Einblicke
 "Gumbel fahren"

Schwindelfrei









Größenwahn (mit grandiosem Weitblick)

Auf Wanderschaft
Bodensee ("Himmel ist der groß")

Sonntag, 1. Juni 2014

Wochenende

Schon wieder ein Wochenende rum. Wie nett es sein kann so südlich zu wohnen und man deshalb so flott in Urlaubsgebieten sein kann, waren wir eben mal schnell in Freiburg und anschließend am Titisee. Fein fein... So lässt es sich einen Samstag verbringen. Das Wetter und das Kind haben es uns aber auch leicht gemacht. Beides zeigte sich von seine guten Seite.

















Alles in allem also ein schönes Wochenende. 

Dienstag, 20. Mai 2014

Alltagsgedöns

Ich krame und krame und überlege wirklich sehr gewissenhaft aber mir mag in diesen Tagen partout nichts Passendes für den Blog einfallen.

Passiert nicht wirklich viel im Moment um mich herum, was ich eigentlich auch gerade genieße. Ich stehe jeden Morgen auf, dank des besten Ehemannes der Welt sogar etwas später da nur noch er Missy für die KiTa fertig macht und hin bringt. Fahre im Sonnenschein an die Arbeit, schlage so manchen persönlichen Zeitrekord, mache meinen Unterricht, bin damit zufrieden, ärgere mich nur noch selten über manches Klientel, fahre nach Hause, koche/esse, setze mich auf den Balkon, puste die Blattläuse auf meinen Blümchen weg, lese, arbeite, hole Missy ab, spiele mit ihr/treffe Freunde, fahre Rad, schaue Serie (Sex and the City <3 bett.="" gehe="" ins="" irgendwann="" p="" und="">Herjeh, wie langweilig, aber genau das was ich nach den letzten Krank- und Stresswochen brauche. Und so ein wenig Neubooten braucht jeder mal.

Sonntag, 27. April 2014

Impressionen


Eindrücke der letzten beiden Wochen...

















Freitag, 4. April 2014

Woche(zu)nEnde

Eine Arbeitswoche ist beendet. Eine Woche in der viel los war. Zu meinen absoluten Highlights zählt selbstredend die Musikarbeit. Wäre es nach mir gegangen hätte ich absolut bis überhaupt nichts an der Notengebung geändert... Aber es ging nicht nach mir, denn in meinem neuen Bundesland gibts nettere Noten als in meinem alten. Halbe Noten. Ja. Halbe! Auch viertel Noten sind da drin. Dieses, ebenso wie mein entsprechender Gesichtsausdruck, dazu war mir neu. An allen bisherigen Schulen gab es eine 1, eine 2, eine 3, eine 4, eine 5 und eine 6. Hier und da noch mal ein + oder - dazu. Punkt. Feierabend. "Das ist ja gemein. So streng muss man doch nicht sein," äußerte sich dazu eine Kollegin, denn hier wird das bekannte Notenspektrum erweitert. Hier kann man auch eine 1-2, 2-3, 3-4 und 5-6 bekommen. Sogar im Zeugnis. Auf meine Frage wo ich denn dann eine 2-3 im Notenspiegel zuordnen solle wurde ich verdutzt angeschaut. Nirgendwo, denn den gäbe es halt einfach nicht...
Oh bitte, was soll denn dieser Wischiwaschi-Kram? Und das in einem der Top-Bundesländer im Bildungsvergleich? Deshalb vielleicht?
Was hieß das nun für meine Musikarbeit? Wieder einsammeln, Elternbrief verfassen und rausgeben, Noten neu machen, Arbeit wieder rausgeben. So ein Theater. "Musst halt einfach mehr Augen zudrücken und freundliche Noten geben. Dann sind alle zufrieden. Schüler und Eltern," sagte man mir. Ich sagte dazu nichts. Was bleibt mir auch anderes übrig. Wäre ein Kampf gegen Windmühlen.

Ein anderes Highlight war Missys Magen und Darm Grippe. Gepaart mit der "normalen" Grippe des Informatikers. Kindergartenkeime sind schon so eine Sache. Nach knapp vier Wochen KiGa haben wir hier schon so Einiges vorzuweisen. Immerhin bescherte mir das aber jeden Mittag ein fertiges Essen auf dem Tisch...

Was war sonst noch so? Ich habe den Balkon aufgehübscht. Blümchen gekauft, eingetopft und freue mich jeden Tag darüber. Außerdem bin ich seit gestern Abend fertig mit einer meiner Lieblingsserien. Ein bisschen traurig ist das schon, da sie mich seit Jahren "begleitet" hat. Und jetzt ists zu Ende. Das trübte den heutigen Morgen etwas - neben dem Sahara-Staub.

Schönes Wochenende!

Freitag, 21. März 2014

Flüche

Seit ich eine Mama bin, bin ich Meisterin im Hören, Lage sondieren und sämtliche möglichen Gefahren zu erkennen. Nein, das ist nicht mal im Ansatz lustig und kann mitunter sehr stressig sein.
Hier mal ein Auszug meiner neu gewonnen "Fähigkeiten", die ein Fluch sein können:

  • Komme ich in einen Raum, ungleich unserer Wohnung,  geht mein Blick automatisch gen Steckdosen. Natürlich sind diese in den meisten Fällen nicht mit einer Kindersicherung versehen. Weshalb auch wenn es öffentliche Räume sind oder Wohnungen ohne Kinder. Und am Rande bemerkt hat Missy sich in ihren zwei Lebensjahren nicht einmal dafür interessiert.
  • Ich höre Missy immer. Selbst wenn sie nicht da ist... Ist sie, wie die vergangen beiden Wochen im Kindergarten und ich krank zu Hause horche ich regelmäßig auf wenn ich einen entfernt ähnlichen Laut höre. Ich habe aber mit mir vereinbart dass ich definitiv etwas überdenken muss falls es mal so weit kommt dass ich in einem solchen Fall aufstehe um nach ihr zu schauen.
  • Auf Spielplätzen überlege ich manchmal genau ob sie eventuell irgendwo runter fallen könnte, sich dann ein Bein bricht, sie ins Krankenhaus muss, lange nicht in den Kindergarten gehen kann, wie ich das meinem Chef erklären soll, wie das klappen soll mit den zehn Krankheitstagen die Eltern zustehen und wie sie es schaffen soll Ruhe zu halten weil sie ja immer so viel flitzt.
Wie gesagt, es ist nicht wirklich amüsant und ich gebe auch mein Bestes das alles runterzuschrauben. Aber ernsthaft: Das ist gar nicht mal so leicht. Wahrscheinlich liegt das halt nun mal am Mama-sein meinte der Informatiker einmal. Schließlich mussten die Frauen früher ihre Kinder vor Säbelzahntigern beschützen (waren das nicht eigentlich die Männer?). Kann ja schon sein, ein bisschen blöd wird man/Frau da schon von.
Denn dank des Zirkus vor unserer Haustür habe ich ernsthaft schon überlegt ob ich schnell genug mit Kind auf dem Arm laufen könnte, wenn die Tiger plötzlich ausbrechen würden. 

Mittwoch, 12. März 2014

12 von 12

Unglaublich aber wahr: Ich habe es endlich mal geschafft "12 von 12" nicht zu verschlafen/zu vergessen... Bitte schön:



Missy ist überraschenderweise und kurzfristig seit Montag ein Kindergartenkind. Die Freude ist groß und erfreulicherweise klappt alles so gut, dass ich bereits am Dienstag "rausgeworfen" wurde. Der Sprössling selbst erklärte mir heute morgen: "Alleine Kindergarten gehen. Mama nich mitkomme". OK...





Also packe ich brav alles in ihren neuen Rucksack ein. Ich mache - wie es sich für eine gewissenhafte Mama gehört - ein leckeres Frühstück, welches sie - wie es sich für ein Kleinkind gehört - verschmäht und fast alles wieder mit nach Hause bringt.










Bevor wir das Haus in Richtung Kindergarten verlassen überprüfe ich zum gefühlt 100. Mal ob ich auch an alles gedacht habe und stelle zum gefühlt 100. Mal fest dass wir kein Familienbild besitzen was älter als ein Jahr ist.
Nachdem ich Missy abgeliefert habe widme ich mich aufopferungsvoll der Hausarbeit. Nachdem zig Maschinen Wäsche durchgelaufen sind und alles aufgehängt ist nehme ich mir ganz ganz fest vor noch am selben Tag zu bügeln...
... Aber Vornehmen kann man sich ja viel. Der Berg ist noch nicht kleiner geworden.

Stattdessen starte ich voller Eifer mein FB Nähkästchen Projekt. Alles für die lieben vorhandenen, treuen Leser und für alle die, die es werden könnten.
Nebenbei/zwischendurch/irgendwann überlege ich selbst mal wieder zum Leser zu werden. 
Später am Nachmittag kommen Freunde zu Besuch und wie es halt nun mal so ist wenn Mamas unter sich sind gibts Kuchen. Selbst gebacken selbstverständlich.  
Damit die Mini Mädchen anschließend ihren Zuckerüberschuss in den Griff bekommen können gehts auch noch mal an die frische Luft.
Endspurt: 
Abendessen,

 Händewaschen (ohne danach das ganze Kind noch einmal umziehen zu müssen) und
ab ins Bett... äh Zelt...